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Horst Kunze plant seine Teilnahme an Olympia in Tokio

Horst Kunze plant seine Teilnahme an Olympia in Tokio

Foto: Horst Kunze bei der virtuellen Konferenz der FIG.

Trampolinturnen. In den letzten Tagen wurden in den Medien einige kontroverse Meldungen über die Olympischen Spiele 2021 in Tokio publiziert. Mediziner und Pandemieforscher sprechen Warnungen aus, da Tokio immer noch zu den Hotspots in Japan zählt. Die japanische Regierung und das IOC sind jedoch zuversichtlich, alles im Griff zu haben. Allerdings ist mittlerweile die Mehrheit der Bevölkerung in Japan für eine Absage.

Vor diesem Hintergrund trafen sich jetzt 40 Repräsentanten aus fünf Kontinenten in einer virtuellen Konferenz zur alljährlichen Sitzung des Councils des Internationalen Turnerbundes (FIG). Der Rintelner Horst Kunze, als Präsident des Technischen Komitees Trampolinturnen, nahm als Mitglied des Vorstandes an dieser Sitzung teil. Natürlich konnte auch hier nur über die endgültige Entscheidung spekuliert werden, obwohl der Präsident der FIG und IOC Mitglied Morinari Watanabe (Japan) davon überzeugt ist, dass die Spiele stattfinden.

Viele Informationen über die Auswirkungen der Pandemie auf den Sport in der ganzen Welt wurden ausgetauscht, aber auch die Arbeiten erledigt, die trotz der unglücklichen Umstände anstehen. So müssen in einigen Disziplinen noch Qualifikationen für die Olympischen Spiele durchgeführt werden, da im letzten Jahr alle kontinentalen Meisterschaften und die meisten World Cups abgesagt wurden.

Im Trampolinturnen wird Kunze in der ersten Juniwoche zum letzten World Cup nach Brecsia (Italien) reisen. Dort wird über die letzten Plätze für Tokio entschieden. Der Wettkampf ist für die Organisatoren unter den hygienischen Bedingungen der nationalen und örtlichen Gesundheitsbehörden nicht einfach durchzuführen. Natürlich brauchen alle Teilnehmer einen gültigen Test und werden auch während und nach den Wettkämpfen getestet, damit sie auch ohne Quarantäne ihre Heimreise antreten können.


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Für Tokio hat Kunze seinen Flug auch bereits gebucht, er konnte dafür seinen Gutschein für den im letzten Jahr gestrichenen Flug benutzen. Viel Spaß in Tokio scheint ihn nicht zu erwarten. Alle Teilnehmer müssen sich verpflichten, in der sogenannten Quarantäneblase zu bleiben. Das heißt für Kunze als Technischen Delegierten, Transport mit Fahrer zwischen Flughafen, Hotel, Wettkampfhalle. Vielleicht kann er noch die Turnwettkämpfe neben Trampolin in der gleichen Halle anschauen. Andere Wettkampfstätten sind nicht erlaubt. Aufenthalt im Hotelzimmer, keine Bar, kein Restaurant, kein Spaziergang, nur virtuelle Treffen mit Kampfrichtern und Delegationsleitern vor den Wettkämpfen.

Natürlich hatte Kunze auch überlegt, ob er diese Reise antritt, da er aber bis dahin zweimal geimpft sein wird, hat er sich zur Teilnahme entschlossen, besonders wegen der Athleten, die natürlich diese Spiele herbeisehnen, und für die er in über 30 Jahren in seiner Position gearbeitet hat.

Eigentlich wollte Horst Kunze, nachdem er im letzten Jahr 75 geworden war, zurücktreten und nach 30 Jahren TK-Präsident nicht mehr zur Wahl antreten. Allerdings fiel aus bekannten Gründen der Wahlkongress der FIG im letzten November in Antalya (Türkei) aus und alle TK-Präsidenten wurden gebeten, ein Jahr weiter im Dienst zu bleiben.