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Nord gegen Süd: LSV Rinteln Siebter in Runde 2

Nord gegen Süd: LSV Rinteln Siebter in Runde 2

Foto: Michael Sasse (links) und Uli Gmelin rüsten sich beim Sonnenaufgang zum Start.

Segelfliegen. Die zweite Runde der Segelflug-Bundesliga wurde durch das Wetter entschieden. Während sich der Süden – insbesondere die Vereine auf der Schwäbischen Alb – über allerbeste Bedingungen freuen konnten, mussten sich die Vereine aus dem Norden ihre Geschwindigkeitspunkte mühsam erkämpfen. Für den LSV Rinteln hatte das Wetter lediglich am Samstag zu früher Stunde etwas Hangflug im Angebot. Mit Platz 7 verteidigte der LSV aber seinen Platz im Spitzen-Trio der Bundesliga.

Ulrich Kaiser ist startklar.
Ulrich Kaiser ist startklar.

Der Samstagmorgen war die einzige Chance auf Punkte für den LSV Rinteln. Und so trafen sich die Piloten im Morgengrauen auf dem Flugplatz, damit die 2,5 Stunden Wertungszeit abgeflogen werden konnten, bevor der Regen einsetzen sollte. Der Wind stand zuverlässig auf dem Hang und so konnten Reinhard Schramme, Michael Sasse und Christine Grote konstant an der Hangkante entlangsegeln. Der „Sprung“, wie die LSV-Piloten den Abschnitt vom Süntel an den Ith nennen, weil es in diesem Abschnitt keinen Hang und somit keine Aufwinde gibt, wurde von Christoph Bäßler, Ulrich Kaiser und Dietmar Heintze nicht geschafft.

„Um die Wertungszeit optimal ausnutzen zu können, muss man den Sprung zum Ith und wieder zurück meistern. Wenn man den Hang nur von Lübbecke bis zum Süntel nutzt, hat man die erlaubten vier Streckenabschnitte lange vor Ablauf der Wertungszeit abgeflogen. Die zurückgelegte Strecke wird dann auf 2,5 Stunden umgerechnet, was natürlich die Schnittgeschwindigkeit senkt“, erklärte Ulrich Kaiser. Um 9.30 Uhr landeten die Rintelner Hangflieger wieder wohlbehalten auf dem Flugplatz und konnten gerade noch vor dem einsetzenden Regen ihre Flugzeuge in der Halle verstauen.


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Zu dieser Zeit bereitete sich Frerk Frommholz gerade erst auf seinen Flug vor. Er war zu einem Kurzurlaub auf die Schwäbische Alb aufgebrochen und unterstützte seine Mannschaft von dort. Frommholz flog mit seinem Ventus entlang der Schwäbischen Alb und konnte einen guten Wertungsflug beisteuern. Unter langen Aufwindreihungen flog er fast ohne Kreisen 332 Kilometer in 2,5 Stunden. Am Sonntag war für Rinteln nichts mehr drin. Die Thermik war durch den starken Wind gestört und der Hang konnte nicht richtig ausgenutzt werden.

Mit 341,52 Geschwindigkeitspunkten flogen Reinhard Schramme, Frerk Frommholz und Michael Sasse in der 2. Runde auf den 7. Platz. Unter den gegebenen Bedingungen eine beachtliche Leistung. Rundensieger wurde der LSR Aalen (Baden-Württemberg) mit 410 Speedpunkten vor der SFG Donauwörth-Monheim (Bayern, 400 Speedpunkte), FLG Blaubeuren (Baden-Württemberg, 372), Fliegergruppe Wolf Hirth (Baden-Württemberg, 371), FSV Laichingen (Baden-Württemberg, 363) und SFC Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg, 357).

In der Gesamtwertung führt die SFG Donauwörth-Monheim nach zwei Runden mit 35 Punkten die Bundesliga-Tabelle an. Zweiter mit 33 Punkten ist der SFV Bad Wörishofen vor dem LSV Rinteln, der punktgleich den 3. Platz belegt. Platz 4 und 5 gehen an den FSV Laichingen und die Fliegergruppe Wolf Hirth mit jeweils 29 Punkten.

Mit Vollgas wird der nächste Segelflieger in die Lüfte gezogen.
Mit Vollgas wird der nächste Segelflieger in die Lüfte gezogen.