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LSV Rinteln weiter „Herr der Lüfte“

LSV Rinteln weiter „Herr der Lüfte“

Foto: Ulrich Kaiser kurz vor dem Start: Zwei taktische Fehler warfen ihn aber aus dem Rennen.

Segelfliegen. Der LSV Rinteln bleibt „Herr der Lüfte“. Der amtierende Deutsche Meister verteidigte mit einem 2. Platz in der 4. Runde die Spitzenposition in der Segelflug-Bundesliga und baute den Vorsprung auf Verfolger FG Oerlinghausen auf zwölf Punkte aus.

Die Bundesliga-Saison 2020 entwickelt sich mehr und mehr zu einem Zweikampf im Rennen um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem LSV Rinteln und der FG Oerlinghausen. Der Bundesliga-Aufsteiger startete in der 4. Runde einen Großangriff auf die Tabellenführung. Nicht weniger als 30 Piloten stiegen am Samstag und Sonntag in die Wolken auf, um den Tagessieg einzufliegen. Rangierte die FG am Samstagabend noch auf dem dritten Platz, fiel das Team am Sonntag auf Platz 10 zurück.


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Die Piloten des LSV Rinteln blieben cool, allen voran Madleen Frommholz, Reinhard Schramme und Rolf Bödeker. Das Trio flog mit 331,19 Speedpunkten auf Platz 2 in der Rundenwertung. Nur der LSV Burgdorf mit 332,12 Speedpunkten war ein Wimpernschlag schneller. Dritter wurde die Fliegergruppe Wolf Hirth (324,40) vor dem LSV Homberg/Ohm (318,33) und dem LSV Gifhorn (310,16).

Neben dem Top-Trio gingen für den LSV Rinteln noch Adrian Glauner, Wilhelm Wehage, Dietmar Heintze, Christoph Bäßler, Ole und Malte Bachmann auf Speedpunktejagd.

Für den 2. Platz in der 4. Runde kassierte der LSV Rinteln 19 Punkte und führt mit 64 Punkten die Bundesliga-Tabelle an, gefolgt von der FG Oerlinghausen (52 Punkte), LSV Homberg/Ohm (45), Fliegergruppe Wolf Hirth (43) und FSC Odenwald Walldürn (42).

Schon zur Halbzeit der Runde am Samstag lag der LSV aussichtsreich auf dem 2. Platz in der Rundenwertung. Lediglich der LSV Burgdorf konnte sich davor platzieren. Der Abstand betrug allerdings nur 5,5 Geschwindigkeitspunkte.

Die drei Doppelsitzer-Teams Madleen und Frerk Frommholz, Reinhard Schramme und Rolf Bödeker sowie Adrian Glauner und Dieter Vogt erflogen bei niedrigen Wolkenuntergrenzen bis maximal 1200 Meter Dank Unterstützung des Rückenwindes 326,62 Geschwindigkeitspunkte.

Während die Teams Schramme/Bödeker und Glauner/Vogt zunächst gegen den Wind bis an die holländische Grenze bei Enschede flogen, um dann den Rückenwind zu nutzen, flog das Team Frommholz gleich mit dem Wind Richtung Südosten. Dies hatte allerdings zur Folge, dass sie nach Ablauf der Wertungszeit wieder gegen den Wind zum Startplatz zurückfliegen mussten, denn es kommen nur Flüge in die Wertung, bei denen der Pilot wieder den Startplatz erreicht. Jedoch bewies Madleen Frommholz ein gutes Händchen und konnte noch vor Ende der Thermik wieder am Startplatz landen.

Dass es auch anders laufen kann, zeigte Ulrich Kaiser, der nach starken 1,5 von 2,5 Stunden Wertungszeit nach zwei taktisch schweren Fehlern seinen Hilfsmotor benutzen musste, um nicht außenlanden zu müssen. Somit war sein Wertungsflug ungültig.

Am Sonntag wollten die Piloten, allen voran Rolf Bödeker und Wilhelm Wielage, mit Flügen in Richtung Süden bis weit nach Hessen hinein, dann doch noch die Runde für sich entscheiden. Zwar waren die Wolken deutlich höher, aber die Aufwinde waren nicht mehr so stark, so dass länger im Aufwind gekreist werden musste. Am Ende konnte der LSV Burgdorf die Tabellenspitze knapp verteidigen.