LSV Rinteln verwandelt ersten Matchball und wird Deutscher Meister

LSV Rinteln verwandelt ersten Matchball und wird Deutscher Meister

Foto: Reinhard Schramme führte den LSV Rinteln zur Deutschen Meisterschaft.

Segelfliegen. Mit dem dritten Rundensieg infolge holte sich der LSV Rinteln vorzeitig die Deutsche Meisterschaft. Das ist der größte Erfolg in der Geschichte des LSV.

Es war wohl der spannendste Sonntag in dieser Saison für die Piloten des LSV Rinteln. Wetterbedingt am Boden schauten die Weserstädter gebannt auf den Bildschirm und warteten auf die Flugmeldungen aus dem Süden der Republik, insbesondere auf die des Verfolgers aus Bayreuth. Und am Sonntagabend gab es die Bestätigung. Der LSV Rinteln ist zum ersten Mal Deutscher Meister.

Schon die ganze Woche sagte der Wetterbericht wie auch schon für die 17. Runde satten Hangwind voraus. Die Bedingungen sollten also optimal sein, dass sich der LSV Rinteln mit einer guten Platzierung eine Runde vor Schluss den Titel würde sichern können. Leider ließ die Prognose zum Samstag hin immer mehr nach, und so waren die Bedingungen bei weitem nicht so gut, wie in der vergangenen Runde, die ja die Rintelner souverän gewinnen konnten.

So ging dann LSV am Samstag mit acht Flugzeugen ins Rennen. Reinhard Schramme, Adrian Glauner, Stefan Bergmann, Dietmar Heintze, Carsten Kopsieker, Stephan Beck, Christoph Bäßler und Michael Sasse hatten eine Platzierung unter den ersten fünf in der 18. Runde fest im Visier, der zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft reichen würde.

Aber es war doch etwas schwieriger als in der Vorwoche. „Der Südwind war nicht sehr stark, damit war das Übersetzen an den Ith viel schwieriger als sonst, wenn wir etwas Westkomponente haben. Auch wird der Ith dann sehr spitz angeblasen und trägt nicht besonders gut“, erklärt Ulrich Kaiser die Situation am Samstagvormittag. Um die Mittagszeit dann drehte der Wind auf Richtung Südwest, schwächte sich aber dann in der Folge auch deutlich ab.

Stephan Beck mit Sönke Steuber bei den Startvorbereitungen in der ASK 21.
Stephan Beck mit Sönke Steuber bei den Startvorbereitungen in der ASK 21.

Aber zur Halbzeit der 18. Runde stand der LSV Rinteln dank der Flüge von Reinhard Schramme mit Copilot Karsten Fahrenkamp, Adrian Glauner und Copilot Norbert Siebert sowie Stefan Bachmann mit 340 Geschwindigkeitspunkten auf Platz eins der Rundenwertung. Allerdings war aus Bayern und Baden-Württemberg kein einziger Flug gemeldet worden. Bei schlechtem Wetter mussten die Segelflieger dort tatenlos zuschauen, was am Hang im Weserbergland passierte.

Am Sonntag dann das gleiche Spiel mit vertauschten Rollen: Der Süden flog, der Norden schaute zu. Die Konkurrenz aus dem Süden versuchte alles, den LSV Rinteln noch abzufangen. Aber am Ende sollte es nicht reichen. Die LSG Bayreuth flog nur auf den fünften Platz in der 18. Runde. Damit stand fest: Der LSV Rinteln ist Deutscher Meister.

Nach 18 Runden führt der LSV Rinteln mit 267 Punkten die Bundesliga-Tabelle uneinholbar vor der LSG Bayreuth mit 238 Punkten an. Auf dem dritten Platz folgt der LSV Burgdorf mit 235 Punkten vor dem LSV Gifhorn (200) und Titelverteidiger LSR Aalen (187).

Der LSV Rinteln kann jetzt die 19. und letzte Runde der Bundesliga-Saison 2019 ganz entspannt angehen und den Titelgewinn ausgiebig feiern.

Adrian Glauner war in der 18. Runde der zweitschnellste LSV-Pilot.
Adrian Glauner war in der 18. Runde der zweitschnellste LSV-Pilot.