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„Air-Schramme“ führt Rinteln auf Platz 2 der Rundenwertung

„Air-Schramme“ führt Rinteln auf Platz 2 der Rundenwertung

Foto: „Air-Schramme“ besteigt sein Flugzeug und rast mit fast 140 km/h durch die Lüfte.

Segelfliegen. Mit einem 2. Platz in der 9. Runde der Segelflug-Bundesliga ist der LSV Rinteln in die Phalanx der Klubs aus dem Süden eingebrochen und verteidigte die souveräne Tabellenführung. Verfolger Fliegergruppe (FG) Wolf Hirth wurde Fünfter und verlor wertvolle Punkte auf den Spitzenreiter. Der Vorsprung des LSV Rinteln beträgt vier Runden vor Saisonende 28 Punkte.

Der Samstag der 9. Runde versprach Spannung pur. Die FG Wolf Hirth blies zum Generalangriff. Die Witterungsbedingungen im Süden waren ausgezeichnet, hohe Speedpunktzahlen waren garantiert. Die Flugbedingungen im Norden waren eher durchwachsen. Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker (106,16 Speedpunkte), Michael Sasse mit Co-Pilot Stephan Beck (103,08) und Adrian Glauner (92,97) starteten in Rinteln und versuchten, nicht allzu weit im Tagesranking zurückzufallen.


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Die LSV-Piloten starten in den wolkenverhangenen Himmel.
Die LSV-Piloten starten in den wolkenverhangenen Himmel.

Mit 302,21 Speedpunkten lag Rinteln am Samstagabend lange Zeit auf Rang 6 der Tageswertung. Die FG Wolf Hirth hatte die Ergebnisse zunächst erst von zwei Piloten gemeldet und rangierte auf Rang 11. Mit dem Ergebnis des 3. Piloten sprang der Verfolger auf den 2. Platz. Der LSV wurde durchgereicht und fiel auf den 12. Platz zurück. Die Führung an der Spitze wechselte fast stündlich. Erst war die FG Schwäbisch-Gmünd vorne, dann die SFG Donauwörth-Monheim und am Ende der LSR Aalen. Die FG Wolf Hirth verlor noch zwei Plätze und rangierte am Samstagabend auf dem 4. Platz.

In der Vereins-Gaststätte „Cumulus“ saßen die LSV-Piloten am Abend vor dem PC-Bildschirm und verfolgten die Entwicklung der Tageswertung mit großer Spannung. Dabei gingen sie durch ein Wechselbad der Gefühle. Erst am späten Abend entspannte sich die Gefühlslage, ein leichter Hauch von Freude und Genugtuung kam auf.

Denn der LSV Rinteln hatte noch einen Trumpf im Ärmel. Und der stach. Christine Grote war im baden-württembergischen Aalen-Heidenheim gestartet, erwischte hervorragende Flugverhältnisse, war mit 110,90 Speedpunkten die schnellste LSV-Pilotin und katapultierte den amtierenden Deutschen Meister in der Tageswertung von Platz 12 auf Rang 5, nur einen Platz hinter dem ärgsten Konkurrenten. Der Generalangriff der FG Wolf Hirth war abgewehrt.

Die LSV-Piloten verfolgen mit großer Spannung die Entwicklung in der Rundenwertung.
Die LSV-Piloten verfolgen mit großer Spannung die Entwicklung in der Rundenwertung.

Und am Sonntag kam es noch besser für den LSV. Während der Süden wetterbedingt zuschauen musste, riss die Wolkendecke im Norden auf. „Air-Schramme“ mit Bödeker und Sasse mit Beck ließen sich die Chance nicht nehmen und schossen mit Höchstgeschwindigkeiten durch die Lüfte. Schramme sammelte 125,47 Speedpunkte, Sasse 114,17. Mit einer Gesamt-Speedpunktzahl von 350,54 verpasste Rinteln nur knapp hinter dem LSR Aalen (351,70) den Sprung an die Spitze und wurde Rundenzweiter. „Schade, drei Kreise zu viel“, so der kurze Kommentar von Rolf Bödeker. „Sonst hätten wir endlich den ersten Rundensieg in dieser Saison eingeflogen.“

Den 3. Platz holte sich die SFG Donauwörth-Monheim (342,89) vor der FG Schwäbisch Gmünd (339,95) und der FG Wolf Hirth (335,82). Der 2. Platz des LSV Rinteln war eine meisterliche Leistung, denn die Plätze bis 11 wurden ausschließlich von Klubs aus Bayern und Baden-Württemberg belegt.

Der LSV Rinteln baute den Vorsprung an der Spitze mit 144 Punkten weiter aus. Die Fliegergruppe Wolf Hirth folgt mit 116 Punkten auf dem 2. Platz vor dem LSV Schwarzwald (99), SFG Donauwörth-Monheim (98), FSC Odenwald Walldürn (95), LSR Aalen (87) und der FG Oerlinghausen (85).

„Theoretisch reichen uns vier 7. Plätze für die Titelverteidigung, aber auch die wollen erstmal erflogen sein“, rechnet Ulrich Kaiser vor. „Hoffentlich schlägt uns am Ende nicht das Wetter“, so seine Befürchtung.

Auf dem Monitor können die Bewegungen der einzelnen Segelflugzeuge beobachtet werden.
Auf dem Monitor können die Bewegungen der einzelnen Segelflugzeuge beobachtet werden.