Jan-Niklas Droste steht vier Wochen unter Anspannung

Jan-Niklas Droste steht vier Wochen unter Anspannung

Foto: Ganz in grün: Das deutsche Profiteam Bora-hansgrohe feiert mit Freunden und Sponsoren den Gewinn des Grünen Trikots von Sprintstar Peter Sagan. (Foto: Jan-Niklas Droste)

Radsport. Die Tour de France ist das größte Radsportspektakel der Welt. Die 106. Austragung des wichtigsten Etappenrennens im Straßenradsport führte das Teilnehmerfeld in 21 Etappen quer durch Frankreich. Vom 6. bis 28. Juli legten die Profis über 3000 Kilometer zurück. Der Rintelner Jan-Niklas Droste begleitete das deutsche Profiteam Bora-hansgrohe als Teamarzt und berichtet über seine Erlebnisse.

Der 29-Jährige stand gut vier Wochen unter einer großen Grundanspannung. Droste und seine Crew sorgten dafür, dass das achtköpfige Fahrerteam bestens betreut wurde. Mit einem Etappensieg von Sprintstar Peter Sagan, dem Sieg des Slowaken in der Punktewertung der Sprinter und den damit verbundenen Gewinn des Grünen Trikots sowie dem sagenhaften 4. Platz von Emanuel Buchmann in der Gesamtwertung sah man nach der Ankunft in Paris nur zufriedene Gesichter beim Team Bora-hansgrohe.

Die Aufgaben von Droste lagen nicht nur im Behandeln von Verletzungen. „Natürlich war der schwere Sturz von Maximilian Schachmann dramatisch“, erklärte Droste. Der Deutsche Meister stürzte im Einzelzeitfahren kurz vor dem Ziel brach sich die Mittelhand und musste die Tour vorzeitig beenden. Es herrschten große Wetterunterschiede bei der diesjährigen großen Schleife durch Frankreich: von minus zehn Grad bis plus 40 Grad. „Das ist sehr belastend für den Körper. Da ist ein hervorragendes Regenerationsmanagement und eine Infektprophylaxe extrem wichtig“, verrät der Rintelner. Er habe sehr gut mit dem Team um das Team zusammengearbeitet. „Alles lief Hand in Hand, man konnte sich auf jeden verlassen. Das spiegeln die guten Ergebnisse unserer Mannschaft wider“, freut sich Droste.

Und prost: Jan-Niklas Droste stößt auf die starken Ergebnisse auf der Abschlussparty an. (Foto: Jan-Niklas Droste)
Und prost: Jan-Niklas Droste stößt auf die starken Ergebnisse auf der Abschlussparty an. (Foto: Jan-Niklas Droste)

Während der Tour feierte der Rintelner seinen 29. Geburtstag. „Das hänge ich nie an die große Glocke. Aber ich bin schon zum vierten Mal als Teamarzt dabei und habe jedesmal in dieser Zeit Geburtstag. Es gab ein kleines Ständchen, die Belegschaft hat mit mir angestoßen, aber sonst war es ein ganz normaler Tag“, erklärt Droste.

Nach der letzten Etappe wurde in Paris kräftig gefeiert. „Man genießt die Zeit nach der Etappe auf dem Champs-Elysee“, sagt Droste. Danach veranstaltete das Team Bora-hansgrohe eine große Party mit über 300 geladenen Gästen und Sponsoren. „Das ist immer der krönende Abschluss einer anstrengenden Tour. Die Party ging bis in die frühen Morgenstunden“, verrät Droste.

Ein Blick auf die Abschlussparty von oben. (Foto: Chris Edler)
Ein Blick auf die Abschlussparty von oben. (Foto: Chris Edler)

Zurück in seinem Wohnort Hamburg ließ Droste erst einmal die Seele baumeln. Man brauche eine gute Woche bis der Akku wieder voll sei. In dieser Woche hält Droste ein paar Vorträge, doch schon am 14. August sitzt der Rintelner wieder im Flugzeug nach Tschechien. Denn vom 15. bis 18. August steht die Czech-Cycling-Tour auf dem Programm mit Teamarzt Jan-Niklas Droste.