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Für Piergiulio Ruhe steht ein Auslandskampf ganz oben auf der Wunschliste

Für Piergiulio Ruhe steht ein Auslandskampf ganz oben auf der Wunschliste

Foto: Auch nach seinem Umzug nach Lübeck bleibt Kai Gutmann (links) der Haupttrainer von Piergiulio Ruhe.

Boxen. In den vergangenen Wochen und Monaten ist es ruhig geworden um Piergiulio Ruhe. Den letzten Kampf bestritt der 25-Jährige am 26. September 2020. Vor gut sieben Monaten ging für „Toto“ ein Traum in Erfüllung. Der Rintelner Profi-Boxer besiegte im Rahmen der 2. Boxgala im Universum-Kinocenter Landau den Weißrussen Sergey Gulyakevich durch technischen Knock-out vor der 4. Runde und sicherte sich damit den GBC Intercontinental Titel im Super-Weltergewicht (bis 69 Kilogramm). Die Corona-Pandemie verhinderte weitere Kämpfe des Champions.

Bei Ruhe hat sich im privaten Umfeld etwas verändert. So verschlug es den GBC Intercontinental-Champion aus beruflichen Gründen nach Lübeck. „Ich bin Ende März dorthin gezogen“, verrät der 25-Jährige. Das Training hat „Toto“ in den letzten Wochen durchgezogen und nun in Lübeck und Kiel eine neue Trainingsstätte gefunden. „Mein Haupttrainer bleibt aber Kai Gutmann von der Sportschule Tosa Inu in Lemgo. Mit ihm ist die Zusammenarbeit hervorragend“, lobt Ruhe seinen aktuellen Trainer. Dreimal die Woche trainiert er im Moment, dazu kommen noch diverse Laufeinheiten. „Das Training werde ich erst intensivieren, wenn der nächste Kampf feststeht“, so Ruhe.


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Seit einem Monat gibt es immer mehr Kampfanfragen. „Natürlich alles ohne Zuschauer“, erklärt Ruhe. Aufgrund der Corona-Lage hat der Champion für eine Pflichtverteidigung länger Zeit. „Die Frist wurde verlängert“, berichtet Ruhe. Allerdings verfolgt der 25-Jährige andere Pläne. „Ich werden den Titel nicht verteidigen“, verrät er. Auf seiner Wunschliste steht ein Kampf im Ausland. So liegen Ruhe drei Anfragen vor für Kämpfe in Spanien Ende Mai, im türkischen Alanya Mitte Juli oder auf Malta Ende Juli. „Die Kämpfe in Spanien und in der Türkei hören sich sehr interessant an“, meint Ruhe. Einen Kampf schon in vier Wochen zu bestreiten, ist für Ruhe kein Problem. „Ich bringe zwar aktuell 74 Kilogramm auf die Waage, aber in nur zwei Wochen ist mein Kampfgewicht erreicht“, erklärt er. Allerdings müsse der Fight auch in seinen beruflichen Terminplan passen. Der nächste Kampf sei sowieso mehr ein Statistik-Kampf. „Nach dem zehnten Profikampf öffnet sich für mich die Tür für interessante Titelkämpfe“, sagt Ruhe. Dann wäre vielleicht noch Ende des Jahres ein Fight um einen Gürtel im Super-Weltergewicht möglich. „Ich werde mir aber deswegen keinen Stress machen“, weiß Ruhe.

Der Boxer strebt einen großen Kampf in einem anderen Verband an. „Der WBC ist der größte Weltverband. Da gibt es interessante Möglichkeiten eines Titelkampfes für mich. Ich bin weiterhin heiß und möchte neue Titel einsammeln“, erklärt ein hoch motivierter Ruhe.