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Philipp Petri vom Sieben-Meter-Punkt eiskalt

Philipp Petri vom Sieben-Meter-Punkt eiskalt

Foto: Philipp Petri (r.) markierte eiskalt den Siegtreffer für den Spitzenreiter HSG Exten-Rinteln.

Handball. Mit einem knappen 26:25-Auswärtssieg beim HSG Hannover-West kehrten die Regionsoberliga-B-Junioren der HSG Exten-Rinteln vom Tabellenletzten zurück.

In einem sehr schnellen Spiel war die Anfangsphase sehr ausgeglichen. In der 7. Minute erzielte Marius Schomberg das 6:6. Danach kam die HSG langsam ins Rollen. In der Abwehr wurde gut zugepackt und im Angriff wurden schnelle Kombinationen gespielt. Rilind Kelmendi erzielte in der 21. Minuten das 15:9. Doch Hannover gab nicht auf und konnte bis zur Halbzeit auf 13:16 verkürzen.

In der zweiten Halbzeit verlor die HSG durch kuriose Entscheidungen des Schiedsrichters den Faden. Für ein harmloses Foul gab es Siebenmeter und eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die HSG. Würfe, bei denen die Hannoveraner fast einen Meter im Kreis standen, wurden als Tor anerkannt. Auf der anderen Seite wurde Rilind Kelmendi bei einem Tempogegenstoß am Hals heruntergerissen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

„Es ist eine absolute Katastrophe, wenn der Unparteiische aus dem Nachbarort kommt und man sich seit Jahren schon kennt“, so der entrüstete HSG-Trainer Frank Petri. Die Folge: Hannover ging in der 36. Minute mit 21:20 in Führung. Obwohl die HSG streckenweise in doppelter Unterzahl spielen musste, gaben sich die HSG-B-Junioren nicht geschlagen. Es ging bis zum Ende hin und her.

Kurz vor Schluss erzielte Louis Bücher die 25:24-Führung für die HSG, Hannover glich zum 25:25 aus. Zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff setzte sich Philipp Petri gegen seinen Gegenspieler durch und wurde brutal von hinten in den Wurfarm gegriffen. Dem Schiedsrichter blieb hier keine Wahl, als auf den Sieben-Meter-Punkt zu zeigen. Der Gefoulte trat selbst an und traf ganz sicher zum viel umjubelten 26:25-Auswärtssieg.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit durch die vielen desaströsen Schiedsrichter-Entscheidungen absolut den Faden verloren. Aber die Mannschaft hat es zum Ende angenommen und sich gegen ,acht‘ Gegner durchgesetzt“, so das Fazit von Petri.

Im Heimspiel am Sonntag, 24. November, um 11 Uhr, ist die HSG Exten-Rinteln Gastgeber für den Tabellensechsten JSG Meerhandball II.

HSG: Louis Bücher 5, Paul Rinke 2, Rilind Kelmendi 7, Philipp Petri 4, Marius Schomberg 5, Lucas Scholle 3.