TSV Steinbergen nach dem Aufstieg 1968 sieben Jahre in der Bezirksklasse

TSV Steinbergen nach dem Aufstieg 1968 sieben Jahre in der Bezirksklasse

Foto: Meister TSV Steinbergen nach dem 3:1-Heimsieg gegen den TSV Wendthagen.

Fußball. Die Blütezeit des TSV Steinbergen liegt weit zurück. Als Meister der 1. Kreisklasse Schaumburg-Lippe stieg der TSV unter der Regie von Trainer Helmut Wirausky 1968 in die Bezirksklasse auf, hielt sich dort sieben Jahre lang, ehe das Team 1975 als Tabellenletzter aus der Bezirksklasse in die 1. Kreisklasse Schaumburg-Lippe abstieg und bis heute nie wieder den Sprung in den Bezirk schaffte.


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Die Saison 1967/68 lief für den TSV Steinbergen in der 1. Kreisklasse Schaumburg-Lippe optimal. Mit einem 8:1-Erfolg gegen den TuS Lindhorst II übernahm das Team von Trainer Helmut Wirausky am 2. Spieltag die Tabellenführung und gab sie bis zum Saisonende nicht mehr ab. Ärgste Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft waren der TuS Sülbeck, FC Stadthagen II und der VfL Bückeburg. Sülbeck ließ im Verlauf der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde Federn und schied aus dem Titelkampf aus. Nach dem 2:1-Sieg im Spitzenduell gegen Bückeburg am 23. Spieltag ging der TSV Steinbergen (45:5 Punkte) mit einem Vorsprung von acht Punkten vor dem VfL (37:9) und elf Punkten vor der FC-Reserve (34:12) in die letzten drei Saisonspiele.

Der TSV Steinbergen wurde 1968 Meister mit Fritz Wessel (h.v.l.) und Gerd Neuser (beide Vorstand), Trainer Helmut Wirausky, Alfons Mevert, Kurt Reichelt, Bernhard Kraus, Herbert Göbel, Hans-Erich Bertz, Ferdinand Böger, Wolfgang Werner, Fußball-Obmann Walter Böger, Heinz Kühnelt (Mitte v.l.), Friedhelm Spieß, Gerd Langer, Rudi Möller (v.v.l.), Hans-Georg Knauer, Günter Schöbel und Karl-Heinz „Charly“ Wieggrebe.
Der TSV Steinbergen wurde 1968 Meister mit Fritz Wessel (h.v.l.) und Gerd Neuser (beide Vorstand), Trainer Helmut Wirausky, Alfons Mevert, Kurt Reichelt, Bernhard Kraus, Herbert Göbel, Hans-Erich Bertz, Ferdinand Böger, Wolfgang Werner, Fußball-Obmann Walter Böger, Heinz Kühnelt (Mitte v.l.), Friedhelm Spieß, Gerd Langer, Rudi Möller (v.v.l.), Hans-Georg Knauer, Günter Schöbel und Karl-Heinz „Charly“ Wieggrebe.

Das Topspiel in Bückeburg sahen über 500 Zuschauer. Mit einem Sieg hätte der VfL die Tabellenführung übernommen. Der spielstarke Gastgeber führte zur Pause mit 1:0. In der zweiten Halbzeit kämpfte der TSV den VfL nieder und wendete das Blatt. „Charly“ Wieggrebe glich per Elfmeter zum 1:1 aus. Als ein VfL-Spieler in der 70. Minute wegen Meckerns die Rote Karte sah, nutzte Steinbergen die Überzahl zum Siegtreffer aus. Kurz vor dem Abpfiff markierte Torjäger Heinz-Erich Bertz nach einer Ecke das frenetisch gefeierte 2:1. Die Meisterschaft war damit fast eingetütet.


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Mit einem 5:1-Erfolg am vorletzten Spieltag gegen den FC Stadthagen II wurde die Meisterschaft perfekt gemacht. Der TSV Steinbergen verabschiedete sich danach mit einem 3:1-Heimsieg am 26. Spieltag gegen den TSV Wendthagen aus der 1. Kreisklasse Schaumburg-Lippe. Der TSV verlor nur ein Saisonspiel und holte sich mit 46:6 Punkten und 88:31 Toren den Titel. Zweiter wurde der VfL Bückeburg (43:9/97:29) vor dem FC Stadthagen II (38:14/80:47) und dem TuS Sülbeck (34:18/86:58). Zum Meister-Team gehörten Alfons Mevert, Kurt Reichelt, Bernhard Kraus, Herbert Göbel, Hans-Erich Bertz, Ferdinand Böger, Wolfgang Werner, Heinz Kühnelt, Friedhelm Spieß, Gerd Langer, Rudi Möller, Hans-Georg Knauer, Günter Schöbel und Karl-Heinz „Charly“ Wieggrebe sowie Trainer Helmut Wirausky.

Das Bezirksklassen-Team des TSV Steinbergen in der Saison 1970/71: Bernd Wessel (h.v.l.), Peter Wessel, Wolfgang Werner, Gerd Langer, Herbert Göbel, Friedhelm Spieß, Kurt Reichelt, Heino Maiwald (v.v.l.), Hans-Georg Knauer, ? Mundhenk und Rudi Möller.
Das Bezirksklassen-Team des TSV Steinbergen in der Saison 1970/71: Bernd Wessel (h.v.l.), Peter Wessel, Wolfgang Werner, Gerd Langer, Herbert Göbel, Friedhelm Spieß, Kurt Reichelt, Heino Maiwald (v.v.l.), Hans-Georg Knauer, ? Mundhenk und Rudi Möller.

Die 7-jährige Bezirksklassen-Zugehörigkeit begann am 25. August 1968 mit einer 1:2-Niederlage beim TSV Eintracht Exten und endete am 27. April 1975 mit einem 1:2 im Heimspiel gegen den FC Bennigsen. Torschütze des ersten und letzten Bezirksklassen-Tores war „Charly“ Wieggrebe. Am Ende der Saison 1968/69 belegte der TSV Steinbergen (25:27/35:40) in der Bezirksklasse, Staffel 2, den 8. Platz und schickte mit einem 2:1-Heimsieg den SV Engern in die 1. Kreisklasse Rinteln.

Die Reserve des TSV Steinbergen feierte nach der Saison 1969/70 die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse Schaumburg-Lippe: Betreuer Erich Hahne (h.v.l.), Willi Möller, Wolfgang Steck, Manfred Meier (verdeckt), Helmut Wirausky, Paul Riesner, Heiner Bothe, Horst Nordmeier, Rainer Steuer, Walter Woschke, Herbert Baudis, Karlheinz Hansing, Heinz Böhning, Helmut Polej und Max Töpsch.
Die Reserve des TSV Steinbergen feierte nach der Saison 1969/70 die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse Schaumburg-Lippe: Betreuer Erich Hahne (h.v.l.), Willi Möller, Wolfgang Steck, Manfred Meier (verdeckt), Helmut Wirausky, Paul Riesner, Heiner Bothe, Horst Nordmeier, Rainer Steuer, Walter Woschke, Herbert Baudis, Karlheinz Hansing, Heinz Böhning, Helmut Polej und Max Töpsch.

Die Saison 1969/70 schloss der TSV (25:27/46:47) sogar mit einem ausgezeichneten 6. Tabellenplatz ab. Zur Stamm-Mannschaft gehörten damals Wolfgang Werner, Gerd Langer, Herbert Göbel, Friedhelm Spieß, Kurt Reichelt, Heino Maiwald, Hans-Georg Knauer, Rudi Möller, Peter Wessel, Bernd Wessel und Mundhenk. Vor der Saison 1970/71 musste der TSV Steinbergen in die Bezirksklasse, Staffel 1, wechseln und entging als Tabellen-11. (24:28/48:54) nur knapp dem Abstieg. Vor der Saison 1971/72 wurde Steinbergen wieder in die Staffel 2 eingegliedert und belegte am Saisonende erneut den 11. Platz (22:30/51:65). Im Sommer 1972 wurden die Bezirksklassen von 14 auf 16 Mannschaften aufgestockt. Der TSV Steinbergen spielte eine gute Saison 1972/73 und wurde am Ende Tabellen-8. (27:33/44:47). Etwas schlechter lief die Saison 1973/74, die als Tabellen-10. (27:33/46:48) beendet wurde. In der Saison 1974/75 folgte dann der Abstieg in die 1. Kreisklasse Schaumburg-Lippe. Früh in der Saison zeichnete sich ab, dass es der TSV Steinbergen schwer haben würde, die Bezirksklasse zu halten. Nur fünf Spiele wurden gewonnen (2:0 gegen TSV Groß Berkel, 2:1 gegen TuS Deckbergen, 4:1 gegen MTV Messenkamp, 6:0 gegen VfB Hemeringen und 2:0 gegen TuS Hülsede) und fünfmal Remis gespielt. Am Ende stieg der TSV Steinbergen mit 15:45 Punkten und 41:67 Toren ab.

Der TSV Steinbergen 1962 mit Helmut Wirausky (h.v.l.), Kurt Reichelt, Friedhelm Spieß, Rainer Steuer, Heinz Böhning, Fußball-Obmann Walter Böger, ? Kampmeier Mitte v.l.), Manfred Walpert, Hans-Jürgen Schwaneberg, Erich Hahne (v.v.l.), Helmut Polej und Günter Schöbel.
Der TSV Steinbergen 1962 mit Helmut Wirausky (h.v.l.), Kurt Reichelt, Friedhelm Spieß, Rainer Steuer, Heinz Böhning, Fußball-Obmann Walter Böger, ? Kampmeier Mitte v.l.), Manfred Walpert, Hans-Jürgen Schwaneberg, Erich Hahne (v.v.l.), Helmut Polej und Günter Schöbel.