SC Deckbergen-Schaumburg entwickelte sich 1999 zum Favoritenschreck

SC Deckbergen-Schaumburg entwickelte sich 1999 zum Favoritenschreck

Foto: SC-Spielmacher Cord Bredemeier (l.) zog im Mittelfeld gegen den TuS Hess. Oldendorf geschickt die Fäden.

Fußball. Das Jahr 1999 war für die Fußballer des SC Deckbergen-Schaumburg ein unvergessenes Jahr. Nach dem 8. Platz in der Kreisliga-Saison 1998/99 folgte der Kreispokalsieg. Im anschließenden Bezirkspokal entwickelte sich der SC zum Favoritenschreck und schied erst in der 3. Runde aus.

Der Kreispokalsieg 1999 ging in die Vereinsgeschichte ein. Im Finale vor 500 Zuschauern in Rodenberg schlug das Team von Trainer Lutz Kreuz den klassentieferen DSC Lauenau-Feggendorf mit 5:4 nach Elfmeterschießen und holte den „Pott“ nach 25 Jahren mal wieder nach Deckbergen. Nach dem 0:0 nach regulärer Spielzeit verwandelte Kristijan Cajko den letzten Elfmeter zum Sieg.

Kreispokal-Siegtor-Schütze Kristijan Cajko mit dem „Pott“.
Kreispokal-Siegtor-Schütze Kristijan Cajko mit dem „Pott“.

Im Bezirkspokal zu Beginn der Saison 1999/2000 sorgte der SC Deckbergen-Schaumburg gleich in der 1. Runde für eine kleine Sensation. Gegner in Deckbergen war der Bezirksliga-Absteiger TuS Hess. Oldendorf. Gegen den Bezirksklassist aus der Nachbarschaft kam der Kreisligist in der ersten Halbzeit mächtig unter Druck. SC-Keeper Mathias Berg stand immer wieder Mittelpunkt, hielt seinen Kasten bis zur Pause aber sauber. In der 2. Halbzeit konnte der SC die Partie offener gestalten. Der TuS ging zwar in der 57. Minute mit 1:0 in Führung, der Gastgeber gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Christian Perisic vergab die Riesenchance zum Ausgleich. Als Sebastian Pasko in der 65. Minute einen Freistoß zum 1:1 nutzte, kippte die Partie. In der 78. Minute nahm die Sensation ihren Lauf. Nach einem starken Solo markierte Michael Meyer das 2:1. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte Nenad Golup sogar noch das 3:1 auf dem Fuß. Es blieb aber beim 2:1-Sieg des SC Deckbergen-Schaumburg.

Für den SC spielten damals Berg, Cajko, Schlosser, Hengst, Dirk Bredemeier, Magura, Perisic, Meyer, Pasko, Cord Bredemeier, Golup, Schuba und Skoruppa. Der TuS spielte mit Quindt, Kuska, Greenhill, Edler, Burk, Pilger, Spepczek, Senn, Pogoda, Elmas, Kindermann, Kruse und Kelesabdioglu.


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In der 2. Runde des Bezirkspokals kam es zum brisanten innerstädtischen Duell gegen den SC Rinteln. Der SC Deckbergen-Schaumburg besann sich auf seine Qualitäten: kompromisslos in der Abwehr, engagiert in den Zweikämpfen, laufstark und mit unbändigem Siegeswillen. Trotzdem ging der Gast aus der Kernstadt in Führung. Nach einem Eigentor von Steffen Schlosser hieß es in der 8. Minute 0:1. Zwei Minuten später traf Jens Kuhlmann per Kopf nur den Pfosten. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Patrick Skoruppa (23.) und Jörg Ledermann (24.) mit einem Lattenkracher hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Kurz vor der Pause knallte Jens Kuhlmann das Leder an den Pfosten.

Zu Beginn der 2. Halbzeit machte Deckbergen mächtig Druck und kam durch Michael Meyer in der 65. Minute zum verdienten 1:1. Erst als Hüseyin Sevdigim die Ampelkarte sah, wachte Rinteln auf und drückte auf das Siegtor. Doch das fiel auf der anderen Seite. In der 78. Minute startete Kristijan Cajko zum Solo und lochte zum vielumjubelten 2:1 für den Favoritenschreck ein.

Im Team des SC Deckbergen-Schaumburg standen Berg, Hengst, Schlosser, Skoruppa, Dirk Bredemeier, Riedel, Magura, Meyer, Pasko, Cord Bredemeier, Ledermann und Cajko. Für den SC Rinteln liefen Bergmann, Sebastian Blaumann, Marcel Oberländer, Rehmert, Sevdigim, Spieß, Brandt, Voigt, Salonna, Ruhe, Jens Kuhlmann, Dennis Blaumann, Schumann und Bade auf.

In der 3. Runde des Bezirkspokals kam dann das Aus für den Favoritenschreck. Gegen den Bezirksligist Eintracht Hiddestorf blieb das Team von Neu-Trainer Stephan Meyer chancenlos und verlor mit 0:4. Zur Pause hieß es noch 0:1. Deckbergen-Schaumburg spielte über weite Strecken der Partie recht gut mit, Sebastian Pasko, Steffen Schlosser und Jörg Ledermann hatten zwischenzeitlich sogar den Ausgleich oder den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch Hiddestorf war clever genug, um in die 4. Bezirkspokal-Runde einzuziehen.

Trainer Lutz Kreuz (l.) krönte seine dreijährige Tätigkeit beim SC Deckbergen-Schaumburg mit dem Gewinn des Kreispokals.
Trainer Lutz Kreuz (l.) krönte seine dreijährige Tätigkeit beim SC Deckbergen-Schaumburg mit dem Gewinn des Kreispokals.