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SC Rinteln ist bei der Niedersachsenmeisterschaft chancenlos

+++ Bericht mit Video +++

Altherrenfußball. Die Altsenioren-Mannschaft (Ü40) des SC Rinteln vertrat bei den Hallen-Niedersachsenmeisterschaften in Barnstorf die Schaumburger Farben. 35 Teams spielten um die Krone, die ersatzgeschwächten Rintelner belegten den letzten Platz bei der 15. Krombacher Ü40-Hallenmeisterschaft. Der Gastgeber Barnstorfer SV sicherte sich den Titel. Der Ausrichter bezwang im Finale den VfL Güldenstern Stade mit 5:4 nach Neunmeterschießen.

Die SCR-Oldies mussten sich in der Mensa umziehen.
Die SCR-Oldies mussten sich in der Mensa umziehen.

Der SC Rinteln wurde im Jahr 2018 Hallenkreismeister und qualifizierte sich damit für das Turnier in Barnstorf. Am Samstag um 7 Uhr machten sich die Rintelner Oldies auf den Weg, denn um 10:12 Uhr stand das erste Spiel gegen die SG Bösel/Thüle auf dem Spielplan. Aufgrund von Verletzungen von Marinko Barisic, Zafer Dandiboz und Marijan Gaspar umfasste der SCR-Kader nur noch sieben Spieler. Trainer Jürgen Weber setzte auf Hans-Georg Dlugosch, Mario Vrebac, Markus Schneeweiß, Markus Aldag, Michael Lackner, René Dubiel und Sebastian Blaumann.

Die lange Wartezeit zwischen den Spielen überbrückten die SCR-Kicker gut gelaunt in den Verpflegungszelten.
Die lange Wartezeit zwischen den Spielen überbrückten die SCR-Kicker gut gelaunt in den Verpflegungszelten.

Gegen einen der Geheimfavoriten gab es für den SCR nichts zu holen. Die SG Bösel/Thüle spielte sich in einen Rausch und der spätere Gruppensieger gewann klar mit 6:0. Der Turnierplan war für die Rintelner nicht optimal, nach einer zweistündigen Pause ging es gegen den SC Gitter. Der SCR lief schnell einem Rückstand hinterher und wurde in den letzten drei Minuten brutal vom Gegner ausgekontert. Am Ende stand erneut eine 0:6-Packung auf der Anzeigetafel. Nach einer weiteren Wartezeit von einer Stunde war der 1. FC Ohmstede der nächste Gegner. Der Tabellenzweite führte mit 2:0, in den Schlussminuten drängten die Rintelner Oldies auf das erste Turniertor, aber es schlug hinten ein, Ohmstede feierte einen 5:0-Erfolg.

Gleich geht es los zur Players Night mit Siegerehrung.
Gleich geht es los zur Players Night mit Siegerehrung.

Im letzten Spiel platze dann endlich der Knoten – zumindest in der Offensive. Durch Tore von Sebastian Blaumann und Markus Aldag führte der SCR mit 2:1, doch die Rintelner verzichteten an diesem Tage großzügig auf die Abwehrarbeit. Das nutzte die SG Otterndorf/Neuenkirchen/Ihlienworth und drehte das Match in eine 4:2-Führung. Mario Vrebac konnte nach einem schön herausgespielten Tor über drei Stationen nur noch auf 4:3 verkürzen. „Wir haben unseren Torwart René Dubiel zu oft im Stich gelassen und auf die Abwehrarbeit meist verzichtet. Das wird auf diesem Niveau gnadenlos bestraft“, meinte Trainer Jürgen Weber nach dem Turnier.

Warten: auf das Essen und die Siegerehrung.
Warten: auf das Essen und die Siegerehrung.

Nach der Gruppenphase war für die Rintelner somit Endstation. Aber für den SCR ging es noch lange nicht nach Hause. Vor den Hallen gab es Zelte mit Verpflegungsstationen und abends fand im Rahmen der Players-Night die Siegerehrung statt. Der SCR erhielt einen neuen Spielball und eine Urkunde und die SCR-Spieler fachsimpelten bis tief in die Nacht über den ereignisreichen Turniertag. Nach einer Übernachtung im Hotel ging es am nächsten Morgen um 10 Uhr wieder nach Hause. „Fußballerisch lief es für uns nicht gut, aber dafür hatten wir nach den Spielen ganz viel Spaß“, erklärte SCR-Kapitän Markus Aldag.

SCR-Kapitän Markus Aldag freut sich über den neuen Spielball.
SCR-Kapitän Markus Aldag freut sich über den neuen Spielball.

Der Titelverteidiger und Turnierfavorit vom VfL Wolfsburg landete in der Gruppenphase vier Siege in vier Spielen, schied dann aber im Achtelfinale gegen die SG Döhlen/Großenkneten mit 0:2 nach Neunmeterschießen aus. Bei der SG zog der ehemalige Bayern-Profi Hans-Jörg Butt die Fäden und er verwandelte auch eiskalt – wie nicht anders gewohnt – seinen Neunmeter. Der ehemalige SCR-Spieler Heiko Zander ging für die SG Post Oldenburg/Metjendorf auf Torejagd. Vor dem letzten Spiel gegen Hannover 96 hätte sogar eine 0:2-Pleite zum Weiterkommen gereicht. Aber die Hannoveraner rutschten durch einen 4:0-Erfolg noch ins Achterfinale und kamen durch zwei Siege nach Neunmeterschießen gegen den WSC Frisia Wilhelmshaven und 1. FC Ohmstede bis ins Halbfinale. Dort war dann Endstation für die Roten, sie verloren gegen den VfL Güldenstern Stade mit 1:2.

Wiedersehen: Sebastian Blaumann (rechts) mit seinem ehemaligen Mitspieler Heiko Zander.
Wiedersehen: Sebastian Blaumann (rechts) mit seinem ehemaligen Mitspieler Heiko Zander.

Die perfekte Erfolgsstory schrieb dagegen der Barnstorfer SV. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums erhielt der BSV den Zuschlag für die Ausrichtung der 15. Hallen-Niedersachsenmeisterschaft. In der Gruppenphase belegte der BSV hinter der WSC Frisia Wilhelmshaven den 2. Platz. Der Siegeszug des Veranstalters begann dann im Achtelfinale gegen den VfR Voxtrup mit 2:1. Im Viertelfinale gab es einen 3:2-Erfolg nach Neunmeterschießen gegen die SG Bösel/Thüle, im Halbfinale bezwang der BSV die SG Döhlen/Großenkneten mit 1:0. Und im Finale wurde der VfL Güldenstern Stade mit 5:4 nach Neunmeterschießen besiegt. „Der Barnstorfer SV war ein prima Gastgeber. Sie hatten uns Tipps bei der Hotelsuche gegeben und auch für diesen Tag schon viele Zimmer geblockt“, lobte Weber die tolle Organisation.

Die Altsenioren des SC Rinteln sind bei der Niedersachsenmeisterschaft chancenlos.
Die Altsenioren des SC Rinteln sind bei der Niedersachsenmeisterschaft chancenlos.

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