- Anzeige -

René Herzog: Vom „Kilometerfresser“ und „Balljäger“ zum Torjäger und „Ballvirtuosen“

René Herzog: Vom „Kilometerfresser“ und „Balljäger“ zum Torjäger und „Ballvirtuosen“

Foto: Das schönste Erlebnis: René Herzog steht zusammen mit seinem Vater Frank in einem Punktspiel des SC Schwalbe Möllenbeck auf dem Platz.

Fußball. Der Name Herzog ist in Schaumburg sehr bekannt. Vater Frank spielte viele Jahre beim SC Schwalbe Möllenbeck und zog im Klosterdorf die Fäden im Mittelfeld. Und auch als Trainer feierte Herzog bei seinem Herzensclub oder beim SV Engern einige Erfolge. Natürlich ist sein Sprössling in die Fußstapfen des Papas geschlüpft und ein guter Fußballer geworden. René jagte mit sechs Jahren in der G-Jugend der Schwalben dem runden Leder mit Begeisterung hinterher. Der kampfstarke und dynamische Mittelfeldspieler spielte viele Jahre in der Jugend des SC Rinteln höherklassig, schnupperte auch die erste Herrenluft auf dem Steinanger und heuerte beim VfR Evesen an. Aus Studiengründen verschlug es den eifrigen „Kilometerfresser“ und „Balljäger“ nach Kiel (Kieler MTV), später dann nach Dresden (SG Verkehrsbetriebe Dresden) und heute ist der gelernte Strafverteidiger in Hamburg sesshaft geworden und kickt aktuell für den Kreisligisten FC Winterhude Hamburg 04.

Mit sechs Jahren begann René mit dem Fußballspielen in der G-Jugend der Schwalben.
Mit sechs Jahren begann René mit dem Fußballspielen in der G-Jugend der Schwalben.

Der 31-Jährige überzeugte in jungen Jahren als großer Kämpfer und Taktiker, bestach mit seiner guten Übersicht und war ein schier unermüdlicher Dauerläufer auf dem grünen Rasen. „René war unser Leader auf dem Platz, hatte eine Riesenausstrahlung, einen starken Kampfgeist und riss unser Team mit“, bestätigt sein ehemaliger Mitspieler Johannes Hänke die große Kämpfernatur des zentralen Mittelfeldspielers. „Er ähnelte vom Spielertyp her dem italienischen Weltmeister Gennaro Gattuso“, meint Hänke. Herzog wurde älter, passte seine Spielweise den konditionellen Umständen an und glänzt nun mehr als Torjäger und „Ballvirtuose“. „Allerdings wird der Übersteiger nie zu seinem Repertoire gehören“, scherzt Hänke, der auch Herzogs bester Freund ist und verrät: „Auch seine O-Beine sind genial und ein typisches Herzog-Phänomen.“ Er könne sich immer auf seinen besten Kumpel verlassen. „René ist ein Top-Typ, sehr ehrgeizig, für ihn lege ich meine Hand ins Feuer“, lobt „Jojo“ die Charaktereigenschaften seines Freundes.

Gerne erinnert sich Hänke an ein lustiges Missgeschick von Herzog aus gemeinsamen A-Jugend-Zeiten zurück. „Wir trainierten auf dem Acker des B-Platzes des SV Engern. Unser Trainer Thorsten Rinne baute einen Parcours mit einer Koordinationsleiter auf und wettete 10 Euro, dass René bestimmt als Erster daran verzweifeln wird und hinknallt. So war es dann auch“, berichtet Hänke mit einem breiten Grinsen im Gesicht. In der neuen Saison werden Herzog und Hänke wieder vereint auf dem Fußballplatz sein. René hat dann ein Zweitspielrecht für die zweite Mannschaft des SC Rinteln. „Darauf freue ich mich schon sehr. Dann kicke ich wieder mit meinem besten Freund Johannes Hänke zusammen in einem Team und bald auch mit meinem Cousin Jannik Bartram“, freut sich Herzog schon riesig. Rinteln-Sport stellt den ehemaligen „Kilometerfresser“ und heutigen „Ballvirtuosen“ mit elf persönlichen Fragen näher vor.


- Anzeige -

Wie bist du zu deiner Sportart gekommen?
Durch die Familie. Ich bin mir relativ sicher, dass ich auf einem beliebigen Fußballplatz in Schaumburg Krabbeln, Laufen, Lesen und Schreiben gelernt habe.

In welchem Alter hast du mit deiner Sportart begonnen?
Im Alter von 6 Jahren in der G-Jugend des SC Schwalbe Möllenbeck.

In welchem Verein?
Beim SC Schwalbe Möllenbeck.

Wann bist du in die Herrenmannschaft gewechselt?
Meine ersten Spiele im Herrenbereich habe ich beim SC Rinteln II als Siebzehnjähriger absolviert. Danach kam der reguläre Übergang in den Herrenbereich des SC Rinteln.

René (vorne) im Trikot der JSG Weser United war schon immer ein Leader.
René (vorne) im Trikot der JSG Weser United war schon immer ein Leader.

Was sind deine Stärken und Schwächen?
Früher war es die Lauf- und Zweikampfstärke und den Willen, jedes Spiel erfolgreich zu gestalten. Ehrlicherweise hatte ich da aber die ein oder andere Schwierigkeit mit dem Ball am Fuß und die Torgefahr ließ auch zu wünschen übrig. Mit der Zeit und dem Alter verlor ich die Aufregung auf dem Platz, sodass ich mittlerweile den Ball lieber am Fuß habe und was Sinnvolles damit anstelle, als ihm hinterherzujagen. Und Tore schieße ich mittlerweile auch. Anders als Johannes Hänke bin ich mit zunehmendem Alter immer weiter nach vorne gerutscht. Da sind die Wege nicht so weit zum gegnerischen Strafraum.

Wer sind deine kongenialen Mitspieler?
Allen voran Johannes Hänke. Das super Verständnis außerhalb des Platzes übertrug sich auch auf den Platz. Es wird mich freuen nochmal die Fußballschuhe mit ihm zu schnüren. Daneben gehören natürlich auch Kamuran Özkan sowie Dennis und Marcel Nottmeier dazu. Ich habe mich immer sehr darauf gefreut, mit den Jungs zu kicken, wenn ich über meine Gastspielerlaubnis beim SC Schwalbe auflaufen durfte

Was war dein sportlich größter Erfolg?
Der Aufstieg mit dem Kieler MTV in die Kreisliga Kiel. Ich bin 2011 zu diesem Verein gekommen, als die einzige Herrenmannschaft in der Kreisliga B spielte. Vier Jahre später standen zwei Aufstiege, an denen ich maßgeblich beteiligt war, und die Gründung zweier weiterer Herrenmannschaften zu Buche.

Gibt es ein sportliches Erlebnis, das dir immer in Erinnerung bleiben wird?
Da gibt es einige. Herausragend war sicherlich ein Spiel mit dem Kieler MTV, was eine reine Studententruppe war. Ich war damals mit 23 Jahren der älteste Spieler auf dem Platz und im Kader. Da kam ich mir das erste Mal in meinem Leben alt vor. Daneben natürlich auch ein Spiel gegen den SV Obernkirchen am 24. Mai 2012, als sich ein gewisser Frank Herzog in der zweiten Halbzeit selber einwechselte und wir eine gute halbe Stunde zusammen auf dem Platz standen. Es war für mich und wohlmöglich auch für die Gegenspieler etwas irritierend den Ball mit „Papa, spiel mich an“ zu fordern. Das war ein sehr schönes Erlebnis.

Und ein großer „Kilometerfresser“ und „Balljäger“.
Und ein großer „Kilometerfresser“ und „Balljäger“.

Engagierst du dich auch als Trainer und Funktionär?
Nein, dafür fehlt mir die Zeit.

Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit lese ich viel, bin normalerweise am Wochenende viel in Hamburg und Umgebung unterwegs und das Kochen gehört zu meinen Leidenschaften.

Wie sieht dein Dream-Team aus?
Tor: Marvin Deerberg
Abwehr: Marcel Nottmeier, Kapitän Johannes Hänke, Kai Moch
Mittelfeld: René Herzog, Dennis Kuhlmann, Samuel Rolfes, Frank Herzog
Sturm: Dennis Nottmeier, Kamuran Özkan, Moritz Watermann
Trainer: Frank Herzog

Heute kickt der 31-Jährige (vorne 2. von rechts) für den FC Winterhude Hamburg 04 und bald für den SC Rinteln II mit Zweitspielrecht.
Heute kickt der 31-Jährige (vorne 2. von rechts) für den FC Winterhude Hamburg 04 und bald für den SC Rinteln II mit Zweitspielrecht.