- Anzeige -

Martin Jaskulski ist ein Extener Urgestein

Martin Jaskulski ist ein Extener Urgestein

Foto: Martin Jaskulski (rechts) gibt immer alles für seinen Verein – den TSV Eintracht Exten.

Fußball. Was Thomas Müller für den FC Bayern München ist, ist Martin Jaskulski für den TSV Eintracht Exten – ein richtiges Urgestein. Der 33-Jährige ist mit dem Verein und mit dem Dorf eng verbunden. „Kulle“ steht immer Gewehr bei Fuß, wenn Spielertrainer Steffen Führing ihn braucht. Bei den Altherren in der Spielgemeinschaft mit dem TSV Krankenhagen geht der Familienvater erfolgreich auf Torejagd. Und natürlich engagiert er sich auch mit Leib und Seele bei den Schützen. Auf eine genaue Position kann man den technischen Produkt-Manager nicht festlegen. „Kulle“ ist ein Allrounder, flexibel einsetzbar. „Bis auf Torwart habe ich in meiner Laufbahn so ziemlich jede Position gespielt. Angefangen im rechten Mittelfeld in der Jugend, dann eine Position weiter hinten und von Jahr zu Jahr habe ich mich weiter nach vorne gemogelt“, berichtet Jaskulski. Sein heutiger Trainer Steffen Führing findet nur lobende Worte für seine „Geheimwaffe“: „Ich kann mich immer auf ihn verlassen und er ist ein großes Vorbild für die jungen Spieler. Kulle ist für sein Alter noch schnell auf den Beinen, hat ein gutes Kopfballspiel und einen guten Torabschluss.“ Rinteln-Sport stellt das Extener Urgestein mit elf persönlichen Fragen vor.


- Anzeige -

In den ersten Herrenjahren spielte „Kulle“ (Mitte) als Rechtsverteidiger.
In den ersten Herrenjahren spielte „Kulle“ (Mitte) als Rechtsverteidiger.

Wie bist du zu deiner Sportart gekommen?
Ich habe eigentlich meine ganze Kindheit auf dem Bolzplatz verbracht und von morgens bis spät abends Fußball gespielt. In meiner Nachbarschaft wohnten außerdem Dennis Luthe, Henrik & Steffen Potthast und Tim Piontek, da wurde in den Ferien immer lange auf der Kreuzung gebolzt. Am Ende hat mich mein Kumpel Nils Hahne zum Training mitgenommen, sein Vater war außerdem damals als Trainer tätig. Ich erinnere mich noch, dass ich anfangs Angst hatte, mich zu verletzen, weil ich immer der kleinste und schmächtigste war und deswegen doch ziemlich spät im Verein angefangen habe. Wenn man bedenkt, wie wir damals auf der Straße gespielt und auch als Torwart rumgesprungen sind, war der Wechsel auf den Rasenplatz vermutlich die bessere Entscheidung und hat mich vor Verletzungen bewahrt.

In welchem Alter hast du mit deiner Sportart begonnen?
Aktiv im Verein bin ich seit 1996.

In welchem Verein?
TSV Eintracht Exten

Wann bist du in die Herrenmannschaft gewechselt?
In der Bezirksliga Saison 06/07 hatte ich die ersten wenigen Einsätze in der 1. Herren, ab der Folgesaison dann als fester Bestandteil.

Was sind deine Stärken und Schwächen?
Als Stärken würde ich meine Schnelligkeit und der mit der Zeit entwickelte Torriecher nennen. Als Schwäche hat in den letzten Jahren mein Defensivverhalten doch merklich abgebaut.

Wer sind deine kongenialen Mitspieler?
Sowohl von Andreas Kramer als auch Ruzmir Mehic habe ich als Spieler im Herrenbereich sehr viel gelernt! Gerade mit Andy verstehe ich mich im Spiel sehr gut!

Das Extener Urgestein (links) ist sehr schnell.
Das Extener Urgestein (links) ist sehr schnell.

Was war dein sportlich größter Erfolg?
Ganz klar das Jahr 2010 mit dem Hallenmasters-Erfolg und anschließendem souveränen Aufstieg in die Bezirksliga. Das war eine tolle Zeit und eine geile Truppe. Das wir Anfang 2011 dann auch noch zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, war das i-Tüpfelchen. Man munkelt das Gerd Wolter hier Tag und Nacht für uns angerufen und abgestimmt hat. Die Telefonrechnung würde ich gerne sehen. Auf diese Zeit bin ich wirklich stolz und denke gerne daran zurück.

Gibt es ein sportliches Erlebnis, das dir immer in Erinnerung bleiben wird?
Im ersten Bezirksliga-Jahr hatte der damalige Trainer Detlef Böhm die Idee, mich im Spiel gegen Springe als Stürmer aufzustellen. Bis dahin hatte ich noch kein Tor für die 1. Herren erzielt, da ich immer als Rechtsverteidiger aufgestellt wurde, was dazu führte, dass im Bekanntenkreis sogar Wetten abgeschlossen wurden, ob ich überhaupt mal aufs Tor schießen werde. Am Ende hat es mit einem lupenreinen Hattrick ganz gut geklappt. Da fällt mir ein, dass die drei Kisten Wetteinsatz noch offen sind.

Engagierst du dich auch als Trainer und Funktionär? Von wann bis wann und wo?
Ich habe mit 17 Jahren gemeinsam mit meinem Vater ein Jahr die C-Jugend trainiert. Zwischenzeitlich habe ich aufgrund meiner Arbeitsstelle zehn Jahre in Hannover gewohnt. Da habe ich häufig das Studententaxi gespielt und die Jungs mitgenommen. Seit mein Vater als Vorstandsvorsitzender fungiert, versuche ich ihn so gut es geht, in dieser Position zu unterstützen.

Was machst du in deiner Freizeit?
Meine Freundin Svenja und ich reisen sehr gerne und haben in den letzten Jahren viel von der Welt gesehen. 2018 sind wir durch Costa Rica und Nicaragua gereist. Damit verbunden fotografiere ich sehr gerne. Ich koche viel und gerne für Freunde, treffe mich mit Freunden, was sich momentan situationsbedingt häufig online an der PlayStation abspielt. Und ich verbringe gerne ganz viel Zeit mit meinem Sohn Ben.

Wie sieht dein Dream-Team aus?
Torwart: Christian „Kritze“ Krohn; Abwehr: Michael Braunert, Ruzmir Mehic, Philipp Wolter, Dominik Melcher; Mittelfeld: Dennis Luthe, Norbert Fahl, Felix Kaufmann, Andreas Kramer, Martin Jaskulski; Stürmer: Matthias Appel.
Bank: Lars Anke (war ja schon im Dream-Team von Florian Mehrens in der Startelf, da reicht es bei mir leider nur für die Bank), Max Stegner (der Ball ist nicht sein bester Freund, aber er gibt immer 110%, was mir imponiert), Serdar Akgün (wir spielen seit dieser Serie in der Altherren zusammen und ergänzen uns perfekt, ein Klasse-Stürmer der leider die falschen Farben trägt), Rüdiger Bode (viele Jahre mein Jugendtrainer und ein konsequenter Verteidiger der alten Schule).
Trainer: Detlef Böhm (als mein Entdecker)
Betreuer: Gerd Wolter (was Gerd, in den letzten Jahrzehnten für die Mannschaft geleistet hat, ist unübertroffen, so jemanden wünscht man sich in jedem Verein).
Das Team besteht größtenteils aus der Mannschaft von 2010, da waren wir ein verschworener Haufen und haben auch außerhalb des Platzes viel Zeit miteinander verbracht.

Die Anfänge: Martin Jaskulski (vorne links) im blauen Dress des TSV Eintracht Exten.
Die Anfänge: Martin Jaskulski (vorne links) im blauen Dress des TSV Eintracht Exten.