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Helmut Eßmann – erst „Leader“ auf dem Feld und jetzt „Leader“ im Vorstand des SV Engern

Helmut Eßmann – erst „Leader“ auf dem Feld und jetzt „Leader“ im Vorstand des SV Engern

Foto: Helmut Eßmann führt heute als Präsident die Geschicke des SV Engern.

Fußball. Der Name „Helmut Eßmann“ steht für Kontinuität beim SV Engern: 16 Jahre Spieler der 1. Herrenmannschaft, 17 Jahre im Seniorenbereich aktiv und seit 2010 Präsident.

Seine Fußball-Laufbahn hat „Essig“ beim SC Rinteln begonnen. „Als ich sieben Jahre alt war, habe ich einen Fußball geschenkt bekommen. Dieses Spielgerät hat mich sofort fasziniert und diese Faszination ist bis heute geblieben“, blickt Helmut Eßmann zurück.

Beim SCR spielte er bis zu den 11er-Knaben, wechselte danach zum SV Engern und durchlief mit den C-, B- und A-Junioren alle höheren Altersklassen. Zur Saison 1981/82 wechselte Helmut Eßmann in den Herrenbereich und schaffte auf Anhieb den Sprung in die Erste. 14 Jahre schnürte er die Schuhe für den damaligen Bezirksklassisten. Dort war er als kompromissloser Vorstopper oder zweikampfstarker Manndecker im defensiven Mittelfeld bei den Gegenspielern gefürchtet. Er ließ seinen direkten Kontrahenten kaum Luft zum Atmen und schaltete sie reihenweise aus.


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Der SV Engern in der Saison 1995/96 mit Andreas Thiedig (h.v.l.), Josef Thiedig, Thomas Glißmann, Frank Harting, Helmut Eßmann, Charli Klemme (Mitte v.l.), Guido Flentge, Toni Ardone, Marcus Rinne, Lars Kölling, Götz Wopfner, Peter Klabunde, ….?, Dirk Franke (v.v.l.), Eduard Jorasch, Sascha Hengst, Andre Horstmeier, Heiko Ruhe und Sascha Laskowski.
Der SV Engern in der Saison 1995/96 mit Andreas Thiedig (h.v.l.), Josef Thiedig, Thomas Glißmann, Frank Harting, Helmut Eßmann, Charli Klemme (Mitte v.l.), Guido Flentge, Toni Ardone, Marcus Rinne, Lars Kölling, Götz Wopfner, Peter Klabunde, ….?, Dirk Franke (v.v.l.), Eduard Jorasch, Sascha Hengst, Andre Horstmeier, Heiko Ruhe und Sascha Laskowski.

Mit Spielern wie Andreas Güttlein, mit dem Helmut Eßmann seit den C-Junioren zusammenspielte und gemeinsam mit ihm in den Herrenbereich wechselte, Michael Ritter, Bernd Walter, Bernd Moch, Detlef Henze, Andre Horstmeier oder Peter Klabunde erlebte der „Türke“ die Glanzzeiten des SV Engern im Bezirk. „In einer Saison spielten wir ganz oben mit und verpassten als Tabellendritter nur ganz knapp die Vize-Meisterschaft. Ein Jahr später belegten wir in der Abschluss-Tabelle den vierten Platz.“

1997 beendete der eingefleischte Fan des 1. FC Köln seine Karriere in der Ersten und wechselte in den Seniorenbereich. Dort spielte Helmut Eßmann bis 2014. Seit 2010 trägt er die Verantwortung des SV Engern als 1. Vorsitzender. „Der Reiz am Fußball ist für mich die eingeschworene Gemeinschaft. Als Team Erfolge zu feiern oder Niederlagen zu verkraften, scheinbar verlorene Spiele noch umzubiegen – das macht für mich den Fußball aus.“

Helmut Eßmann (Mitte) 1987 gegen den SV Obernkirchen.
Helmut Eßmann (Mitte) 1987 gegen den SV Obernkirchen.

Helmut Eßmann (r.) 1991 gegen den TSV Bückeberge.
Helmut Eßmann (r.) 1991 gegen den TSV Bückeberge.

Aber auch außerhalb des Fußballs übernahm Helmut Eßmann Verantwortung. „Als meine Töchter Tischtennis spielten und es dort keinen Betreuer gab, übernahm ich diesen Job von 1999 bis 2005.“ Fragt man den heute 56-Jährigen nach ihn prägenden Erlebnissen in seinem Sportler-Leben, führt Helmut Eßmann drei Ereignisse an. „Als 10-Jähriger habe ich vor dem Fernseher gesessen, gezittert, gebibbert und miterlebt, wie Deutschland 1974 Weltmeister wurde.“

Helmut Eßmann (l.) verteidigte mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln.
Helmut Eßmann (l.) verteidigte mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln.

1991 wurde Helmut Eßmann zu Schaumburgs „Fußballer des Jahres“ gewählt. Damals stimmte das ganze Dorf für den Sympathie-Träger vom SV Engern. Als Preis war damals der Besuch eines Länderspiels in Hannover mit Aufenthalt im VIP-Bereich ausgeschrieben. „Wir kamen auch mit den Nationalspielern in Kontakt. An die überaus große Freundlichkeit von Rudi Völler kann ich mich ebenso lebhaft erinnern wie an die Unfreundlichkeit des Lothar Matthäus.“

Helmut Eßmann (l.) war als kompromissloser Manndecker gefürchtet. Das bekam auch Rintelns Jens Kuhlmann zu spüren.
Helmut Eßmann (l.) war als kompromissloser Manndecker gefürchtet. Das bekam auch Rintelns Jens Kuhlmann zu spüren.

2012 hat Helmut Eßmann an einem Staffelmarathon in Frankfurt teilgenommen und lief die zehn Kilometer in 48 Minuten. „Die Veranstaltung hat mich begeistert, weil es schön ist, wenn tausende Amateure mit den Profis an einem Wettkampf teilnehmen.“ 2014 ging Helmut Eßmann noch einmal an den Start – diesmal in Hamburg. „Es war ein besonderes Erlebnis, weil wir mit einem Firmen-Team teilgenommen haben.“

Heute ist Helmut Eßmann nicht mehr aktiv und widmet sich mit ganzem Herzen und vollem Engagement seinen Aufgaben als Präsident des SV Engern.

Helmut Eßmann (r.) ließ nur selten seinen Gegenspieler entwischen.
Helmut Eßmann (r.) ließ nur selten seinen Gegenspieler entwischen.

Zusammen gewinnen, zusammen verlieren – das macht für Helmut Eßmann (l.) den Reiz am Fußball aus.
Zusammen gewinnen, zusammen verlieren – das macht für Helmut Eßmann (l.) den Reiz am Fußball aus.