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Derbys beim SC Deckbergen-Schaumburg und SV Hattendorf

Derbys beim SC Deckbergen-Schaumburg und SV Hattendorf

Foto: Die Deckberger Moritz Seedorf (links) und Julius Stemme (rechts) müssen den Wirkungskreis von Möllenbecks Torjäger Dennis Nottmeier einengen.

Fußball. Die Derbys sind im Fußball das Salz in der Suppe. Diese Spiele setzen bei den Akteuren zusätzliche Kräfte frei, deshalb gibt es auch keine Favoriten. Kampf, Einsatzwille, Laufbereitschaft und Emotionen sind Trumpf. An diesem Wochenende gibt es gleich drei heiße Ortsduelle. In der 2. Kreisklasse empfängt der SC Deckbergen-Schaumburg den SC Schwalbe Möllenbeck, der SV Hattendorf prüft den SC Auetal II und in der 3. Kreisklasse gastiert der SV Goldbeck bei der zweiten Mannschaft der SG Engern/Deckbergen-Schaumburg.


2. Kreisklasse:

SV Hattendorf – SC Auetal II (Sonntag, 14 Uhr): Der große Bruder aus dem Auetal reist zum Tabellenschlusslicht und ist klarer Favorit. Am vergangenen Spieltag ersparte sich der SVH die Reise nach Hagenburg und trat zum Punktspiel nicht an. Die Hattendorfer konnten am Freitagabend keine spielfähige Mannschaft stellen. In den letzten Wochen verkaufte sich der Tabellenletzte ordentlich, feierte seinen ersten Saisonsieg und hat nur noch fünf Zähler auf einen Nichtabstiegsplatz Rückstand. Doch das Manko ist noch nicht behoben. Die Hausherren sind im Angriff zu torungefährlich. Auch bei den Gästen läuft es nicht rund. Einige Spieler sind in der Ersten festgespielt und reißen im Team von Spielertrainer Ercan Adsiz eine Lücke. Am vergangenen Wochenende erzielten die Auetaler mit dem 2:2-Remis beim Spitzenreiter TuS Wiedensahl-Niedernwöhren II einen Achtungserfolg. Deshalb ist die Marschroute des Tabellenzehnten klar: Ein Auswärtssieg ist fest eingeplant.

Der Hattendorfer Maurice Pernau (rechts) ist gegen den SC Auetal II mit Torjäger Marco Thies (Mitte) krasser Außenseiter.
Der Hattendorfer Maurice Pernau (rechts) ist gegen den SC Auetal II mit Torjäger Marco Thies (Mitte) krasser Außenseiter.


SC Deckbergen-Schaumburg – SC Schwalbe Möllenbeck (Sonntag, 14 Uhr): Der SC konnte nach dem starken Auftritt im Kreispokal gegen den zwei Klassen höher spielenden SC Auetal (1:3) durchatmen, denn die Punktspiele in Sachsenhagen und Hagenburg sind ausgefallen. „Scheinbar wollen sie uns nicht am Kanal“, scherzt SC-Coach Wilhelm Sieker. Die Pokalpleite sei sehr ärgerlich gewesen. „Eigentlich hätten wir zur Pause 3:0 führen müssen, liegen aber 0:2 zurück. Das ist auch unser Hauptproblem. Wir machen die klarsten Dinger nicht“, bemängelt der erfahrene Trainer die schwache Chancenverwertung. Das habe schon einige Punkte gekostet. „Da fehlt meinen Jungs einfach die Cleverness und Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor“, weiß Sieker. Gegen die Schwalben müsse man höllisch aufpassen. „Möllenbeck hat starke Individualisten. Lässt man sie spielen, dann gibt es ein böses Erwachen“, fordert Sieker ein gutes Zweikampfverhalten und viel Laufbereitschaft von seinen Spielern.

Die Möllenbecker bleiben eine launische Diva. Nach dem Sieg gegen den Spitzenreiter TuS Wiedensahl-Niedernwöhren II folgte beim Abstiegskandidaten Beckedorfer SV trotz einer 2:0-Führung nur ein 2:2-Unentschieden. Im Ortsduell drohen mit Ferhat Gür und Kamuran Özkan zwei Eckpfeiler auszufallen. Gür ist der Stabilisator der Defensive, Özkan ist auf dem Platz überall zu finden und mit seiner Laufstärke ein wichtiger Bestandteil der Möllenbecker Offensive. Spielertrainer Dennis Winter hofft, dass beide Stammkräfte im Derby auflaufen können. Dann hätten die Gäste realistische Chancen, etwas Zählbares zu holen.


Das Trainerduo Jens Möller (links) und Cord Bredemeier peilt mit der SG-Zweiten eine Top-Platzierung an.
Das Trainerduo Jens Möller (links) und Cord Bredemeier peilt mit der SG-Zweiten eine Top-Platzierung an.

3. Kreisklasse: SG Engern/Deckbergen-Schaumburg II – SV Goldbeck (Sonntag, 11:45 Uhr): Der Gastgeber geht gegen den Aufsteiger als klarer Favorit in das Match. Am vergangenen Spieltag unterstrich die SG-Reserve mit einem 6:0-Erfolg in Hevesen seine Titelambitionen. Das Spiel der Goldbecker in Rehren ist dagegen ausgefallen. SVG-Coach Lars Pielsticker fordert von seinen Jungs im Derby Leidenschaft ein. „Wenn die Defensive hält, dann können wir vielleicht einen Punkt entführen. Denn wir sind immer für eine Bude gut“, weiß der Goldbecker Trainer. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung des Neulings auf den ersten Abstiegsplatz. „Das ist beruhigend, aber darauf ausruhen können wir uns nicht“, weiß Pielsticker. Die Partie findet in Deckbergen statt.

Auf den Goldbecker Außenverteidiger Timo Christian Völkel (links) wartet gegen den Tabellenvierten viel Arbeit.
Auf den Goldbecker Außenverteidiger Timo Christian Völkel (links) wartet gegen den Tabellenvierten viel Arbeit.