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0:9-Debakel für den SC Rinteln

0:9-Debakel für den SC Rinteln

Foto: SCR-Vorsitzender Gordon Seymour und Coach Uwe Oberländer sind bedient nach dem 0:9-Debakel.

Fußball. Das ist eine böse Pleite für die Geschichtsbücher gewesen: Der SC Rinteln verlor das Bezirksliga-Punktspiel auf dem heimischen Steinanger gegen den starken Aufsteiger Mühlenberger SV mit 0:9. Das Torjäger-Duo der Gäste mit Matthias-Sven Braczkowski und Sye Tekeste entpuppte sich als viel zu schnell für die behäbig wirkende SCR-Defensive. Die beiden Angreifer schossen acht der neun Treffer.

Es war ein ungleiches Duell in den zweiten 45 Minuten: Ackergaul traf auf Rennpferd. Vor dem Seitenwechsel sah das Spiel der Rintelner noch ganz gut aus, doch gegen die individuellen Fehler ist kein Kraut gewachsen. Ein schlampiger Rückpass landete im Lauf von Braczkowski und der eiskalte Vollstrecker erzielte das 0:1 der Gäste (17.). Danach hatte der SCR zwei Großchancen zum Ausgleich. Ein Kopfball von Dominik Schrader klatschte an die Latte, Joscha Obst drosch den Ball aus fünf Metern drüber. Das 0:2 in der Nachspielzeit markierte erneut Braczkowski, diesmal per Foulelfmeter.

„Wir hatten uns viel vorgenommen für die zweite Halbzeit, wollten das Anschlusstor machen“, erklärte SCR-Coach Uwe Oberländer. Doch die Mühlenberger erhöhten erneut per Foulelfmeter von Braczkowski (48.) auf 0:3. Von diesem Nackenschlag erholte sich der SCR nicht mehr. Die Rintelner ergaben sich in ihr Schicksal und kassierten die Gegentore fast im Minutentakt. Sye Tekeste (54., 65. und 70.), Fidel Tekeste (64.) und erneut Braczkowski (72.) schraubten das Resultat auf 0:8 in die Höhe. Das 0:9 war wieder ein Elfmeter: SCR-Keeper Marvin Deerberg holte Braczkowski von den Beinen und sah von Schiedsrichter Kerim Yalcin sogar noch die Rote Karte. Sye Tekeste (81.) verwandelte den Strafstoß sicher zum 0:9. Toni Bannert und Ivo Walter hatten noch zwei Top-Chancen zum Ehrentreffer, aber auch dieser sollte dem SCR nicht gelingen. Dann war endlich Schluss mit dem Preisschießen und die SCR-Spieler schlichen mit gesenktem Haupt vom Platz.

SCR-Coach Uwe Oberländer war nach dem Desaster fassungslos: „Man kann verlieren, aber man darf sich nie aufgeben und sich so abschlachten lassen. Die Leistung nach dem 0:3 war eine Arbeitsverweigerung.“ In dieser Verfassung kann der SC Rinteln für die Kreisliga planen. Das Gute ist, dass erst zwei Spiele absolviert sind und noch eine lange Serie bevorsteht. „Wir müssen uns schütteln, die Reset-Taste drücken und in den nächsten Partien über den Kampf zum Spiel finden“, fordert Oberländer, dass sein Team wieder aufsteht.

SCR: Marvin Deerberg, Artur Kalis, Yannik Walter, Toni Bannert, Ivo Walter, Joscha Obst, Tino Bedey, Marco Hauser, Dominik Schrader (61. Ivo Kirasic), Domenic Fahrenkamp, Serhat Merdoglu (64. Robin Ronnenberg).

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