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TSV Steinbergen steigt 1997 in die Regionalliga auf und tritt dort nicht an

TSV Steinbergen steigt 1997 in die Regionalliga auf und tritt dort nicht an

Foto: Das Erfolgs-Team des TSV Steinbergen brach vor der Regionalliga-Saison 1997/98 auseinander.

Tischtennis. 1997 – ein Jahr, das in der Geschichte der Tischtennis-Abteilung des TSV Steinbergen mit einem faden Beigeschmack fest verankert ist. In der Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga gescheitert, nach Rückzug einer Mannschaft aufgestiegen und zu den Punktspielen nicht angetreten.

Wie ist es dazu gekommen? Nach dem Durchmarsch von der Bezirksoberliga bis in die Oberliga qualifizierten sich die Damen des TSV Steinbergen in der Saison 1996/97 als Vize-Meister für die Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga. Gegner war der Vize-Meister der Parallel-Staffel Falkenberg SK.

Zum Relegationsspiel musste der TSV ohne Tanja Kiparski antreten. Die Partie endete 7:7, bei Satzgleichheit hatte Falkenberg mehr Einzelpunkte gewonnen und schaffte damit den Aufstieg in die Regionalliga. Doch am letzten Tag der Meldefrist zog Falkenberg sein Team zurück. Steinbergen rückte nach und schaffte doch noch den Sprung in die Regionalliga. Aber der TSV hatte keine regionalligataugliche Mannschaft mehr. Tanja Kiparski musste aus privaten Gründen fast ein Jahr pausieren, Gwendoline Schülke hatte in Herford zugesagt und Natascha Marxmeier ging für ein Jahr aus beruflichen Gründen nach Schweden. Nur Ruth Radtke blieb vom Erfolgsteam übrig.


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Der Rückzug von Falkenberg hatte für die Steinbergerinnen einen faden Beigeschmack. Denn nach dem Sieg im Relegationsspiel beteuerten die Spielerinnen aus Falkenberg, dass sie auf jeden Fall in der Regionalliga antreten wollen. Doch kurz darauf hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass Falkenberg doch nicht aufsteigen wolle. Aber erst am letzten Tag der Meldefrist zog Falkenberg zurück. Hätte Falkenberg nur eine Woche vor Verstreichen der Meldefrist den Rückzug bekanntgegeben, hätte Steinbergen reagieren können.

Denn beim TSV Steinbergen liefen die Saisonvorbereitungen auf eine mögliche Regionalliga-Saison auf Hochtouren. Man wollte mit einem durchschlagskräftigen Team in die Saison gehen und den Durchmarsch in die 2. Bundesliga anpeilen. Die Verträge für Melanie und Yvonne Wenzel lagen unterschriftsbereit auf dem Tisch. Aber es war zu spät. Die Wenzel-Zwillinge blieben beim Zweitligisten TTFC Burgdorf. Auch andere Spielerinnen sagten ab.

Der TSV Steinbergen entschloss sich, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen, meldete vier Spielerinnen für die Regionalliga-Saison 1997/98, aber zog das Team vor dem ersten Spieltag zurück. Damit stand der TSV als erster Absteiger fest und musste eine hohe Geldstrafe zahlen.

Ruth Radtke spielte in dieser Saison in der Zweiten und verhalf dem Team zum Aufstieg in die Bezirksliga. Betreuer Wilfried Lange bastelte an einem Team für die Oberliga-Saison 1998/99. Mit Erfolg: Der TSV Steinbergen stieg 1999 in die Regionalliga auf.

Der TSV Steinbergen mit Ruth Radtke (v.l.), Natascha Marxmeier, Wilfried Lange (verdeckt), Tanja Kiparski und Gwendoline Schülke schaffte als Nachrücker 1997 den Aufstieg in die Regionalliga.
Der TSV Steinbergen mit Ruth Radtke (v.l.), Natascha Marxmeier, Wilfried Lange (verdeckt), Tanja Kiparski und Gwendoline Schülke schaffte als Nachrücker 1997 den Aufstieg in die Regionalliga.