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Fair-Play Fehlanzeige: TSV Todenmann-Rinteln musste 1999 aus der Bezirksliga absteigen

Fair-Play Fehlanzeige: TSV Todenmann-Rinteln musste 1999 aus der Bezirksliga absteigen

Foto: Durch unfaires Verhalten der Konkurrenz haben Klaus-Peter Droste (v.l.), Thomas Vollbrecht, Hans-Hermann Dommel, Volker Rübberdt und Jürgen Ludwig den Abstiegskampf verloren.

Tischtennis. Eine bittere Erfahrung musste der TSV Todenmann-Rinteln am Ende der Saison 1998/99 machen. Unglückliche Umstände und unfaires Verhalten führten im April 1999 zum Abstieg des TSV aus der Bezirksliga.

Das TSV-Team mit Klaus-Peter Droste, Thomas Vollbrecht, Hans-Hermann Dommel, Volker Rübberdt und Jürgen Ludwig hoffte mit Siegen in der Endphase der Saison 1998/99 doch noch die Klasse zu halten. Voraussetzung waren Erfolge gegen die direkte Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg.

Im vorletzten Spiel der Saison musste der TSV beim TSV Fuhlen II antreten. Todenmann-Rinteln ging von einem Spielbeginn um 15.30 Uhr aus. Als das Team um 15.10 Uhr vor der Halle in Fuhlen eintraf, war das Gebäude verschlossen. Von den Gastgebern war niemand zu sehen. Der TSV wartete vor der Halle vergebens. Bei einem Anruf beim Kapitän des TSV Fuhlen II erfuhren die TSV-Spieler, dass Spielbeginn schon um 15 Uhr war. Als Todenmann-Rinteln um 15 Uhr nicht antrat, bauten die Gastgeber in Windeseile die Tische ab, verließen die Halle und meldeten das Ergebnis beim Staffelleiter als Nichtantritt des TSV Todenmann-Fuhlen.


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Der Staffelleiter, der auch gleichzeitig der Mannschaftsführer des TSV Fuhlen II war, wertete die Partie mit 9:0, weil Todenmann-Fuhlen nicht rechtzeitig angetreten war. Fuhlen hatte sich zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert.

Doch es kam noch dicker für den TSV Todenmann-Rinteln. Am letzten Spieltag hatte der Tabellenvorletzte Post-SV Hameln II den bis dahin verlustpunktfreien Meister SG Argestorf/Sorsum zu Gast. Zum offiziellen Spielbeginn waren erst zwei Spieler der Gäste anwesend. Die anderen Spieler trafen erst später ein. Der Kapitän des Post-SV vermerkte im Spielberichtsbogen das verspätete Eintreffen. Der Meister verlor kampflos und Hameln gewann mit 9:0.

Mit diesem Sieg überholte der Post-SV Hameln II den TSV Todenmann-Rinteln in der Tabelle. Hameln beendete die Saison als Tabellen-8., Todenmann-Rinteln wurde Neunter und musste absteigen. Zwar hatten beide Teams 11:25 Punkte auf dem Konto, aber Hameln hatte mit dem 9:0-Sieg gegen den Meister das bessere Spielverhältnis.

Geblieben war ein fader Beigeschmack und die Erkenntnis, dass Fair-Play nicht immer groß geschrieben wird.