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Christian Becker wandelt zwischen Genie und Wahnsinn

Christian Becker wandelt zwischen Genie und Wahnsinn

Foto: Christian Becker spielt beim TSV Hohenrode an Position sechs und wandelt oft zwischen Genie und Wahnsinn.

Tischtennis. Christian Becker ist ein leidenschaftlicher Tischtennisspieler und in zwei Vereinen Mitglied. Der 24-Jährige macht die Punktspiele für den TSV Hohenrode, geht aber zum Training des TTC Strücken. Der Grund dafür ist einfach: Die 1. Mannschaft der Hohenroder trifft sich nur zu den Punktspielen, da die Spieler um Björn Meier, Björn Gölzer, Sascha Umlauf, Hamid Kerknawi und Marcus Bruns ihren festen Wohnsitz nicht mehr in Hohenrode haben. „Chrissi ergänzt unseren verschworenen Haufen optimal. Er ist ein super Typ“, freut sich Team-Kapitän Sascha Umlauf. Becker spielt für den TSV Hohenrode an Position sechs und wandelt des Öfteren zwischen Genie und Wahnsinn. „Er ist manchmal sehr selbstzweiflerisch unterwegs“, sagt Umlauf. Er sei in seinen Leistungen noch sehr sprunghaft. „Aber wenn er sein Potenzial am Tisch umsetzt, dann ist er ein Top-Mann“, lobt Umlauf seinen Mitspieler. Der 24-Jährige engagiert sich auch beim TSV Hohenrode als Jugendtrainer und bekleidet auch das Amt des 2. Vorsitzenden. Rinteln-Sport stellt den sympathischen Vereinsmenschen mit elf Fragen näher vor.


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Wie bist du zu deiner Sportart gekommen?
Durch die Rundlaufrunden in den Schulpausen.

In welchem Alter hast du mit deiner Sportart begonnen und in welchem Verein?
Mit 10 Jahren beim TTC Strücken, die ich noch immer regelmäßig beim Training und bei ihren Spielen besuche.

Bei welchem Verein ist/war die schönste Zeit in deiner Karriere und warum?
Das ist tatsächlich schwer zu entscheiden, da sowohl die Zeit beim TSV Hohenrode als auch die Zeit beim TTC Strücken wirklich viel Spaß gemacht hat und immer noch Spaß macht. Ich denke die schönste Zeit war als wir eine Spielgemeinschaft zwischen beiden Vereinen hatten. So hatten wir in der Jugend die Möglichkeit mit guten Freunden und Freundinnen vom TSV zusammen zu spielen. Diese Zusammenarbeit wurde durch unseren damaligen Betreuer Jens Faber noch abgerundet, da wir ihm sehr viel zu verdanken haben.

Was sind deine Stärken und Schwächen?
Meine Stärken sind neben den gefährlichen Aufschlägen aber auch, dass ich darauf schaue, dass unsere Kameradschaft stimmt. Meine Schwäche ist meine gefürchtete Zitterhand.

Was ist dein Paradeschlag und warum?
Der Topspin, ist bei uns Angriffsspielern ein Muss und da ich seit Anbeginn schon ein kleines Händchen dafür hatte, haben mir die Topspinschläge schon immer geholfen, viele Punkte zu machen.

Mit wem bildest du ein unschlagbares Doppel und warum?
Einerseits mit meiner langjährigen Doppelpartnerin Rebecca Rothe, mit ihr habe ich seit unserem Zusammenschluss in der Jugend mit dem TSV Hohenrode lange Jahre viele Punkte geholt. Wir haben uns super verstanden und immer gegenseitig aufgebaut. Andererseits habe ich oft mit meinem ehemaligen Jugendbetreuer Jens Faber zusammen Doppel gespielt. Wir haben uns im Spielstil perfekt ergänzt. Jens als absoluter Abwehrspieler und ich mit meinem Angriffsspiel. Dazu kam noch, dass wir uns wirklich gut verstanden haben, da er auch sehr viel Zeit in uns Jugendliche investiert hat.

Was war dein sportlich größter Erfolg?
Der 2. Platz im Bezirksentscheid der Mannschaften von „Jugend trainiert für Olympia 2010“. Die Möglichkeit wurde uns früher im Gymnasium Ernestinum von Lehrer Giso Ansorge geboten.

Im Jahr 2010 belegt Christian Becker (2. von links) mit der Schulmannschaft beim Bezirksentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ den 2. Platz.
Im Jahr 2010 belegt Christian Becker (2. von links) mit der Schulmannschaft beim Bezirksentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ den 2. Platz.

Gibt es ein sportliches Erlebnis, dass dir immer in Erinnerung bleiben wird?
Der Abstiegskampf im Jahr 2016. Wir mussten in den letzten vier Spielen noch einige Punkte in der 2. Bezirksklasse sammeln, damit wir nicht absteigen. Das hat für unsere Mannschaft eine große Bedeutung, da wir im Kreis das Wochenend-Spielrecht verlieren und durch die weiten Anfahrtswege meiner Mannschaftskollegen würde das zu einigen Konflikten bei der Spielplanbesprechung führen. Resultat war, dass wir in den vier Spielen drei Siege und ein Remis holten und somit den Klassenerhalt perfekt machten. Das war ein super Saisonabschluss.

Engagierst du dich auch als Trainer, Funktionär oder im Jugendbereich? Von wann bis wann und wo?
Bei den Jugendlichen des TSV Hohenrode helfe ich ab und an als Trainer aus. Diese trainieren normalerweise samstags von 11.15 bis 12.45 Uhr in der Mehrzweckhalle in Hohenrode. Die Jugendlichen liegen uns sehr am Herzen, immerhin bilden sie das Grundgerüst des Sports. Leider werden es auf Kreisebene jährlich immer weniger. Außerdem bin ich momentan der 2. Vorsitzende des TSV Hohenrode. Diese Position bekleide ich seit knapp zwei Jahren.

Was machst du sonst noch in deiner Freizeit?
Im Moment liegt die Konzentration stark auf dem Studium. Die restliche Zeit füllen Freunde und Familie aus.

Wie sieht dein Dream-Team aus, mit welchen Spielern würdest du gerne zusammenspielen?
Ich glaube jeder wünscht sich mal mit Profis, wie Timo Boll oder Dima Ovtcharov zusammen zu spielen. Dennoch würde ich mich viel mehr freuen, wenn die frühere Jugendmannschaft wieder zusammenfinden würde. Das wären: Rebecca Rothe, Marvin Umbach, Darien Heilemeier, Kevin Bolm, Tobias Gille, Marcel Höfig und ganz wichtig unser ehemaliger Betreuer Jens Faber.

Becker an der Seite von Marcus Bruns im Doppel. Die große Stärke des 24-Jährigen sind die Aufschläge und der Topspin.
Becker an der Seite von Marcus Bruns im Doppel. Die große Stärke des 24-Jährigen sind die Aufschläge und der Topspin.