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HVN zieht nach und setzt den Spielbetrieb aus

HVN zieht nach und setzt den Spielbetrieb aus

Der Spielbetrieb bei den Handballern wird bis zum 31. Dezember ausgesetzt. Die Entscheidung des HVN findet Hanns Bäkmann, Vorsitzender der HSG Exten-Rinteln, richtig.

Handball. Die Handballer legen eine Pause ein, bevor es überhaupt richtig losging. Nachdem die Handballregion Hannover-Weser-Leine in der vergangenen Woche den Saisonstart von der Regionsoberliga abwärts auf das Wochenende 23./24. Januar 2021 verschoben hatte (siehe Bericht: Wegen Corona: Handballer starten erst später in die Saison), zog nun der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) nach und setzte den Spielbetrieb der Jugend und Senioren in den Ober-, Verbands- und Landesligen sowie der Landesklassen mit sofortiger Wirkung aus. „Zunächst bis einschließlich 31. Dezember“, sagte Präsident Stefan Hüdepohl am heutigen Vormittag (28. Oktober) mit Blick auf die nach wie vor steigenden Covid-19-Fallzahlen in ganz Niedersachsen.

Diese Meldung kommt der HSG Exten-Rinteln sehr gelegen. Im Umfeld des Landesliga-Aufsteigers gab es einen positiven Corona-Fall. „Wir hätten sowieso die Spielleiter gebeten, an diesem Wochenende die Spiele der ersten Herrenmannschaft sowie der A-Junioren zu verlegen“, berichtet HSG-Vereinschef Hanns Bäkmann. Zudem arbeiten ein paar Spieler der HSG in Westfalen und hatten Kontakt zu positiv getesteten. „Da wären wir kein Risiko eingegangen“, erklärt Bäkmann.


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Der HVN lässt aber Freundschaftsspiele weiter zu, solange die gesetzlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und die gültigen Hygienevorschriften der örtlichen Behörden eingehalten werden. Eine eingesetzte Task-Force seitens des Verbandes wird „regelmäßig tagen, die Situation beurteilen und Vorschläge für die Form des Spielbetriebes ab Januar kommenden Jahres erarbeiten“, verrät Hüdepohl.

Daher wird die HSG Exten-Rinteln den Trainingsbetrieb erstmal fortsetzen. Der HSG-Chef rechnet aber sowieso damit, dass die Politik einen baldigen Stopp für Freizeitaktivitäten beschließen wird. „Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass das Training noch lange stattfinden kann. Wahrscheinlich spielen wir nächstes Jahr ab März oder April eine einfache Runde“, mutmaßt Bäkmann.

Eigentlich wollte der HVN seinen Mannschaften ein Höchstmaß an Freiraum einräumen. Deshalb sah der Verband zunächst von einem Aussetzen des Spielbetriebes ab. Doch laut Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof waren für das vergangene Wochenende im Zuständigkeitsbereich der Spieltechniker des HVN allein in den Seniorenspielklassen 106 Spiele angesetzt. 85 Spiele verlegten die Vereine kurzfristig. Nur 21 Spiele gingen über die Bühne. Für dieses Wochenende (31. Oktober/1. November) war der Saisonbeginn für die Jugendklassen vorgesehen. „Die Vereine haben mit den Füßen abgestimmt. Wir tragen dem Wunsch der Vereine Rechnung und setzen den Spielbetrieb aus, denn die Angst ist groß, sich beim Sport mit Corona zu infizieren. Dies ist angesichts der immer neuen Rekorde der Fallzahlen nachvollziehbar“, erklärt Hüdepohl.

Wann und wie der Spielbetrieb tatsächlich wieder aufgenommen wird, ist offen. „Kein Mensch weiß, wie sich die Pandemie weiterentwickelt“, meint der HVN-Präsident. Die Spieltechniker hätten bereits angefangen, verschiedene Modelle zu diskutieren. Angefangen bei der Austragung einer Meisterschaft in einer Einfachrunde bis hin zur Verkleinerung der Staffeln mit Ermittlung der Meister und Absteiger in Play-off-Spielen. „Das ist aber Zukunftsmusik“, weiß Hüdepohl und ergänzt: „Die Task-Force werde Vorschläge erarbeiten, über die das Präsidium zu beraten hat.“