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HSG Exten-Rinteln 2010 ungeschlagen WSL-Liga-Meister

HSG Exten-Rinteln 2010 ungeschlagen WSL-Liga-Meister

Foto: Das HSG-Meister-Team 2010: Betreuer Jörg Bastian (h.v.l.), Nils „Zunge“ Klaue, Tim Bunte, Felix „Cäpt´n“ Kortemeier, Dennis Kummerow, Thomas Focke, Alexander „Hotte“ Ermakov, Trainer Christian Winter, Patrick Wick (v.v.l.), Benjamin Timm, Tobias „Schrobi“ Albrecht, Oliver Röhmeier, Markus „Marek“ Grohn und Holger Müller.

Handball. Nach dem Sturz 2009 aus der WSL-Oberliga stieg die HSG Exten-Rinteln wie Phönix aus der Asche empor und dominierte die WSL-Liga-Saison 2009/10. Das Team von Trainer Gebhardt Piepenbrink holte sich ungeschlagen die Meisterschaft und kehrte nur ein Jahr später in die WSL-Oberliga zurück.

In der Saison 2008/09 lief beim HSG-Herren-Team nichts zusammen. Die Folge war der Abstieg als Tabellenvorletzter. In der gesamten Saison wurden nur zwölf Punkte geholt. Trotz des Abstiegs hielten die Verantwortlichen an Trainer Piepenbrink fest. Auch die Mannschaft um Torjäger Alexander „Hotte“ Ermakov und Torwart-Ikone Benjamin Timm blieb zusammen. Die Abwehr um Felix Kortemeier und Thomas Focke stand sicher, das Torwart-Gespann Timm/Röhmeier machte den gegnerischen Angreifern das Leben schwer.

Nach dem 22:22-Remis im Auftaktspiel gegen die HSG Lügde-Bad Pyrmont startete die HSG Exten-Rinteln eine beispiellose Erfolgsserie. Nach sieben Siegen infolge kam es am 9. Spieltag zum Gipfeltreffen zwischen dem VfL Hameln II und der HSG. Ermakov und Co. erwischten einen Sahnetag und festigten die Tabellenführung mit einem 32:20-Sieg.

Die HSG-Spieler bedankten sich nach dem Abpfiff bei ihren Fans.
Die HSG-Spieler bedankten sich nach dem Abpfiff bei ihren Fans.

Auch der zweite Punktverlust am 13. Spieltag mit dem 31:31 gegen die HSG Fuhlen-Hess. Oldendorf II konnte das Team aus der Weserstadt nicht mehr stoppen. Vor dem letzten Spieltag führte die HSG die Tabelle mit 36:2 Punkten vor Verfolger VfL Hameln II mit 30:8 Punkten an. Die HSG trat als Meister in der Rattenfängerstadt an. Die VfL-Oldies entwickelten noch einmal großen Ehrgeiz und wollten dem Meister unbedingt die erste Saison-Niederlage beibringen. 80 VfL-Fans begleiteten den Aufsteiger und verwandelten das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel.

Die VfL-Oldies spielten in der ersten Halbzeit ihre ganze Routine aus und führten zur Pause 15:13. Auch zu Beginne der zweiten Halbzeit dominierte der VfL und lag schon mit 25:22 vorn. Erst in den letzten 15 Minuten fand die HSG zu ihrem Spiel, kam zum Ausgleich und zum umjubelten 29:26-Sieg. Die HSG-Treffer erzielten damals Alexander Ermakov (13), Thomas Focke (8), Tim Bunte (3), Felix Kortemeier (2), Nils Klaue (2) und Dennis Kummerow (1).


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Kurioserweise kassierte der VfL Hameln damals in der WSL-Liga bei einem Spiel der Zweitvertretung erstmals Eintritt, was der Feierlaune der Zuschauer nach dem Abpfiff allerdings keinen Abbruch tat. Mit den Bussen ging es direkt nach dem Spiel in die Gaststätte „Zur Post“ nach Exten, wo bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.

Trotz der Tabellenführung kam es im Verlauf der Saison zur Trennung mit dem Trainer. Zu Beginn der Rückrunde übernahm Gebhardt Piepenbrink parallel beim WSL-Oberligisten HF Aerzen das Traineramt, ohne die HSG-Verantwortlichen zu informieren. Als der Vorstand dies aus der Hamelner Presse erfuhr, zog man die Konsequenzen und entließ den bis dahin ungeschlagenen Übungsleiter. Ab März übernahm HSG-Vorsitzender Christian Winter die Mannschaft bis zum Saisonende und feierte im April den Titelgewinn.

Christian Winter übergab danach den Trainerstab an Saulius Tonkunas, der bereits die Damen der HSG trainierte und die wohl erfolgreichste Zeit nach der Oberliga in den 90er Jahren der HSG begann.

Neben Trainer Christian Winter und Betreuer Jörg Bastian gehörten 2010 Nils „Zunge“ Klaue, Tim Bunte, Felix „Cäpt´n“ Kortemeier, Dennis Kummerow, Thomas Focke, Alexander „Hotte“ Ermakov, Trainer Christian Winter, Patrick Wick (v.v.l.), Benjamin Timm, Tobias „Schrobi“ Albrecht, Oliver Röhmeier, Markus „Marek“ Grohn und Holger Müller zum HSG-Aufstiegsteam.

Das Auswärtsspiel in Hameln wurde zu einem Heimspiel.
Das Auswärtsspiel in Hameln wurde zu einem Heimspiel.