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Handballer planen den Wiedereinstieg in den Vereinssport

Handballer planen den Wiedereinstieg in den Vereinssport

Foto: Der Deutsche Handballbund hat ein Positionspapier „Return to play“ zum Wiedereinstieg in den Vereinssport veröffentlicht. In acht Stufen soll es für Alexander Ermakov (links) und die HSG Exten-Rinteln zurück zum Spielbetrieb gehen.

Handball. Der Deutsche Handballbund (DHB) und seine Landesverbände geben den Vereinen mit einem Acht-Stufen-Plan klare Handlungsempfehlungen beim Wiedereinstieg in den Vereinssport. „Return to play“ nennt der DHB sein Positionspapier, das der Handballverband Niedersachsen auf seiner Homepage nun veröffentlichte. So sehen die Planungen vor, dass ab dem 1. September 2020 ein geordneter Spielbetrieb über die Bühne gehen kann.

Erst allein, dann zusammen und schließlich wieder als Mannschaft vor Zuschauern: Der Deutsche Handballbund hat sowohl dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als auch seinen Landesverbänden ein Positionspapier zur verantwortungsvollen Wiederaufnahme des Amateursports mit besonderer Berücksichtigung von Angeboten für Kinder und Jugendliche übermittelt. Mit Hilfe eines acht Stufen umfassenden, von den zehn Leitplanken des DOSB flankierten Plans soll die Rückkehr in einen Spielbetrieb auch mit Zuschauern gelingen.


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Dabei handelt es sich um folgende geplanten Stufen: Stufe 1: Autonomes Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Trainingsempfehlungen); Stufe 2: Individuelles Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Partner oder Anleitung durch Trainer); Stufe 3 ab 7. Mai: Kleingruppentraining outdoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe); Stufe 4 ab 18. Mai: Kleingruppentraining indoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe); Stufe 5 ab 1. Juni: Mannschaftstraining (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe); Stufe 6 ab 1. Juli: Mannschaftstraining (handballspezifisches Training mit Zweikämpfen); Stufe 7 ab 1. August: Testspiel- und Wettkampfbetrieb (ohne Publikum); Stufe 8 ab 1. September: Wettkampfbetrieb (Spielbetrieb mit Publikum).

Das Positionspapier „Return to play” gibt klare Handlungsempfehlungen, wie Trainingsprozesse in den verschiedenen Stufen mit Blick auf Hygiene- und Schutzmaßnahmen organisiert werden und wie zum Beispiel Handballfelder mit Blick auf die Abstandsregelungen aufgeteilt werden können. „Der Handball lebt vom Kontakt, aber Abstand ist das aktuelle Gebot. Angesichts der Corona-Pandemie müssen wir deshalb kreative und weiter verantwortungsvolle Möglichkeiten finden, wie wir das Training auch in den Sporthallen wieder aufnehmen und zum Spiel zurückkehren können“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. Oberste Priorität habe weiterhin der Infektionsschutz, aber man müsse auch in dieser Zeit darauf achten, dass die Vereinsstruktur erhalten bleibe und man den Kindern und Jugendlichen die Wiederaufnahme am Training ermöglichen könne.

Das Positionspapier steht unter dhb.de/returntoplay zum Download zur Verfügung. In der aktuellen Version des Wiedereinstiegs sind für die jeweiligen Stufen auch Starttermine hinterlegt. Diese sind jedoch abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und mögliche Lockerungen. „Der Deutsche Handballbund und die Landesverbände bleiben auf allen Ebenen im Austausch mit Politik und Behörden. Wichtig für den Handball und generell für den Mannschaftssport ist, dass wir in einer sinnvollen Diskussion um Lockerungen Gehör finden, um den Handballsport den Umständen angepasst wieder zurück in die Hallen zu bringen“, erklärt Schober.